Mein Business-Jahr 2017 plus Ausblick 2018

2017. Donald Trumpeltier tritt sein Amt im weißen Haus an. Die Elbphilharmonie wird eröffnet. Meryl Streep positioniert sich politisch bei der Verleihung der Golden Globes und hält eine großartige Rede. Die gleichgeschlechtliche Ehe wird in Deutschland gesetzlich etabliert. Wir wählen einen neue deutsche Regierung, bekommen aber keine. Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres und die Fichte ist der Baum des Jahres 2017. Mein Sohn wird drei Jahre alt (und ich 31). Mein Business wird auch drei Jahre alt, aber ein halbes Jahr später als mein Sohn. Ich gebe zu, diese Liste ist nicht vollständig und vollkommen willkürlich zusammengestellt. Aber diese Dinge blitzen bei mir auf, wenn ich auf das Jahr zurückschaue. Und mein Business-Jahr war eins, das mir viel Spaß gemacht hat.

Wenn du mir schon länger folgst, weißt du ja, dass ich kein Fan von Rückblicken bin. Das war auch 2016 schon so. In diesem Jahr aber kam ein Aufruf, den ich nicht ignorieren konnte (und wollte!), nämlich von der tollen Marit Alke. Sie ruft derzeit zu einer Reflexions-Blogparade auf „2017/2018: Was war – was bleibt – was kommt?“. Keine Frage, dass ich mir das nicht zweimal sagen lasse.

 

2017 – War das überhaupt ein Business-Jahr?

In diesem Jahr habe ich mich stark auf mein Studium konzentriert. Immer mit dem Ziel, es in Regelstudienzeit zu schaffen. Das ist zwar sportlich, aber machbar. Und es ist etwas, auf das ich zurecht stolz sein kann werde. Denn ja, ich habe viel gearbeitet. Und ich habe so viele Kurse belegt, wie ich konnte. Immer beschränkt durch die Betreuungszeiten von KiTa und anderen wichtigen betreuenden Personen. Obwohl ich nicht alle anvisierten Ziele erreicht und Kurse beendet habe, bin ich doch sehr gut vorangekommen. Und werde im kommenden Sommersemester meine Masterarbeit schreiben. Natürlich wird sie sich um das Thema Bloggen drehen.

Aber 2017 war eben auch ein Business-Jahr, denn ich hatte mir viel vorgenommen. Und ich habe mehr erreicht, als ich geplant und erwartet hatte.

Meine 6 wichtigsten Learnings:

  1. Positionierung: Spitz und weg mit dem Bauchladen
  2. Social Media: Fokus und Konstanz
  3. Authentizität und Mut: Mehr davon
  4. Produktivität und Planung (und zwar die richtige): Essenziell!!!
  5. Netzwerken: Nicht nur effektvoll, sondern macht auch Spaß
  6. Investitionen: In mein Business und auch in mich (macht vermutlich auch Spaß)

1. Positionierung: Spitz und weg mit dem Bauchladen

Als ich mich Ende 2014 selbstständig machte, schrieb ich alles, was ich kann, auf meine Website. Naja, nicht jede kleine Fortbildung. Aber doch alle großen Zertifikate und Qualifikationen. Ich dachte: „Du kannst so viel und du hast so viel schon gemacht in deinem Leben – das müssen die Leute doch sehen!“ Ich nannte mein Business dann auch koschinski – kommunikation.medien.redaktion., weil das eben alles abdeckt, was ich kann.

Mit der Zeit wurde mir aber klar, dass es ein Problem ist, alles zu machen. Denn die Leute verstanden nicht, was ich mache. Dass ich Texte schreibe, hatten die meisten Interessenten herausgefunden. Aber ich bekam ständig Fragen in Richtung Social Media Marketing oder gar Webdesign. Und nein, das mache ich eigentlich gar nicht. Der schwammige Name und der Bauchladen an Fähigkeiten und Fertigkeiten war also ein Problem.

Seit ich klar kommuniziere, dass ich Expertin für Blogaufbau bin, wächst das Interesse an meinen Inhalten und auch an mir. Ich bin klarer, ich kommuniziere klarer und ich schreibe klarer. Und ich sage konsequent Nein zu Anfragen, die ich nicht anbiete. (Na gut, ein oder zwei kleine Aufträge habe ich angenommen, obwohl das nicht mein Kerngebiet war. Aber es war spannend. Und lehrreich.) Insgesamt kann ich seit ein paar Monaten die Entwicklung spüren, denn es fragen mich immer mehr Leute an, die genau das suchen, was ich anbiete. Sie finden mich, weil ich nur noch Text und Blog anbiete. Yeah!

2. Social Media:Fokus und Konstanz

Ich hatte mir für mein Business-Jahr 2017 viel vorgenommen. Wollte meine Community aufbauen, Facebook endlich zielgerichtet und konsequent nutzen und mich in Sachen Social Media fokussieren. Bedeutet: Weniger Twitter, dafür jetzt Pinterest. Und mein Hauptkanal bleibt Facebook. Das war wichtig, denn ich hatte bis dahin auf zu vielen Hochzeiten getanzt. Das Problem an der Sache: Ich hatte nichts richtig gut gemacht. Und das wollte ich ändern habe ich geändert.

Ich habe mich konsequent in verschiedenen Gruppen engagiert, regelmäßig gepostet und sogar meine Scheu vor Video-Content überwunden. Zwar setze ich Videos noch nicht übermäßig oft ein, aber ich habe es auf der Liste und finde selbst das Format Facebook Live mittlerweile spannend. Und eben nicht mehr beängstigend. Es macht sogar Spaß.

Netter Nebeneffekt: Die zunehmende und regelmäßige Beschäftigung mit Facebook hat mir viele wunderbare Begegnungen verschafft. Ich habe tolle Experten kennengelernt, großartige Gespräche geführt, wunderbare Bekanntschaften gemacht und viel gelernt. In diesem Zusammenhang muss ich auch meinen beiden Facebook-Experten und Inspirationsquellen Claire Oberwinter und Anja Herting danken – vielen Dank für die vielen, vielen Infos und den Schubs in die richtige Richtung. Und auch wenn ich weiterhin langsam und organisch wachse, bin ich doch ein großes Stück weiter als noch vor einem Jahr. Ich probiere Dinge aus, bin neugierig und verbessere mich – ist ja etwas, das ich schon immer geliebt habe. Wenn man es nicht zu verbissen betreibt, ist Facebook eine wundervolle Spielwiese.

3. Authentizität und Mut: Mehr davon

Diese Erkenntnis hat sowohl mit dem Thema Positionierung als auch mit dem Thema Social Media zu tun. Denn für beide Bereiche sehe ich es als unumgänglich an, authentisch zu sein beziehungsweise mich authentisch zu zeigen. Dem entgegen steht häufig die Angst, nicht gemocht zu werden. Für mich war es auch kein einfacher Schritt, aber dafür ein umso wichtigerer. Was habe ich gemacht? Das sperrige „kommunikation“ trat in den Hintergrund, ich – also Anna – in den Vordergrund. Und was soll ich sagen? Seitdem finden mich die richtigen Leute, ich habe endlich eine Basis für mehr und tiefergehende Interaktion.

Mut war auch, erste Videos auf Facebook hochzuladen und mich noch einmal mehr zu zeigen. Aber spätestens beim Thema FB Live war ich in der Vergangenheit immer ausgestiegen. Daher danke ich sehr der wunderbaren Birgit Quirchmayr, die mich (und viele andere auch) dazu ermutigte, dieses feine Format im geschützten Rahmen auszuprobieren und spielerisch zu entdecken, wie einfach es sein kann.

4. Produktivität und Planung (und zwar die richtige): Essenziell!!!

Produktivität ist für mich ein Dauerbrenner-Thema, auch oder besonders in meinem Business-Jahr 2017. Es gibt für mich nicht DIE EINE perfekte Lösung, sondern ich suche immer nach dem für mich passenden System. Ich teste viele Dinge und Strategien aus und übernehme dann die Dinge, die für mich funktionieren. 2017 habe ich meinen bis dahin heiß geliebten Moleskine Taschenkalender gegen ein Bullet Journal getauscht. Ein Notizbuch, in das ich meine Termine, To dos, Reflexionen, Notizen, meine Learnings, meine Motivation und eigentlich mein ganzes Leben eintrage. Dieses System ist so unglaublich flexibel, dass ich dort wirklich alles unterbringe. Gleichzeitig führe ich Listen, um Gewohnheiten sichtbar und veränderbar zu machen. Denn auch ich bin nicht vor Prokrastination und unkreativen Stimmungen gefeit.

Ein anderer Produktivitäts-Kick ist meine Mastermind-Kollegin Julia Eismann, der ich nicht nur einige wichtige Anregungen, sondern auch viele kritische Nachfragen zu verdanken habe. Danke Julia, dich mag ich nicht mehr missen! Du hast mein Business-Jahr (nein, eigentlich mein Jahr in allen Bereichen) erfolgreicher und besser gemacht. In diesem Zusammenhang muss ich auch meine neuen Planungs-Modalitäten erwähnen. Ich plane nun nicht mehr in Jahren oder Quartalen, sondern in 12-Wochen-Zeiträumen. Das ist unglaublich powerful, denn man kommt gar nicht erst in Versuchung, zu sagen „Ich fang dann mal morgen an“.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an die großartige Claudia Kauscheder, die mich für mehr Konsequenz und Organisation in meinem Business sensibilisiert hat. Unfassbar, was du aus mir in nur einer Woche herausgeholt hast! Zudem bin ich dir sehr dankbar, dass du mir virtuelles Coworking vorgestellt und angeboten hast. Das ist für mich der perfekte Produktivitäts-Booster! Ich kann nur jedem raten, in Sachen Produktivität alles auszuprobieren und für sich so anzupassen, dass es sich richtig und kraftvoll anfühlt. Ich bastele weiter, aber um viele tolle Anregungen reicher!

5. Netzwerken: Nicht nur effektvoll, sondern macht auch Spaß

Nicht nur online habe ich viele interessante Menschen getroffen, sondern auch lokal hier in Bielefeld und Umgebung. Es ist gerade für uns Solopreneure und Homeoffice-Worker so wichtig, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und auch wenn ich digitales Coworking und digitale Kaffee-Pausen wirklich super finde, ist ein echter Kaffeeplausch noch wirkungsvoller. Daher bin ich froh, auch lokal regelmäßige Netzwerk-Treffen zu haben. Mit echten Menschen und kreativem Austausch.

Auch nicht unerwähnt lassen möchte ich mein Netzwerk Startups Bielefeld, für das ich immer noch gern meine Zeit und Expertise einsetze. Wer einmal bei einem Meetup dabei war, weiß, warum. Netzwerken wird auch in 2018 ein großes Thema für mich sein, aber dazu später mehr!

Investitionen: In mein Business und auch in mich

Ich habe lange gezögert, in mich selbst und mein Business zu investieren. Am Anfang, weil ich nichts hatte, das ich investieren könnte. Und später, weil ich dachte, ich könnte das Geld sinniger verwenden. Oder aber ich müsste es sparen – für schlechte Zeiten oder so. Was ich aber gelernt habe: Investitionen zahlen sich aus.

Ich bin seit Anfang Dezember Mitglied im she-preneur insider club und ich profitiere jetzt schon. Nicht nur wegen der Materialien und des Netzwerks, sondern weil sich meine Einstellung zu meinem Business ändert. Und zwar positiv. Es ist ein gutes Gefühl, wenn Dinge funktionieren. Das hatte ich auch schon, als ich mein Ticket zur InspiCon 2018 gekauft habe. Ich freue mich wie ein kleines Kind, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Diese Einstellung werde ich auch im kommenden Jahr weiter verfolgen. Und ich freu mich jetzt schon 🙂

 

Und was kommt in 2018?

Mehr von alledem, das ich oben beschrieben habe. Mein neues kostenloses Workbook kommt noch in diesem Jahr, im kommenden Jahr will ich weiter aufbauen. Ich habe jetzt schon viele Anfragen für spannende Projekte in 2018, auf die ich mich sehr freue. Auch möchte ich meine Community weiter aufbauen und in einem guten Kontakt bleiben. Denn das ist etwas, an dem ich viel Spaß habe und aus dem ich auch viel neue Inspiration ziehe.

Außerdem möchte ich 2018 erste digitale Produkte herausbringen. Ein Mini-Kurs kommt vielleicht sogar schon im ersten Quartal. Und dann folgt der nächste logische Schritt: Ein Onlinekurs. Wenn ich es irgendwie hinbekomme neben der Masterarbeit, dann kommt mein erster Kurs noch 2018. Denn für mich steckt in diesem Thema viel Energie, die ich weitergeben möchte. #Entspanntundzielgerichtetbloggen hebe ich dann auf die nächste Stufe. Und ich hoffe, dass du dabei bist.

Ein weiteres Projekt dürfte vermutlich nur diejenigen interessieren, die nicht allzu weit von mir entfernt wohnen. Ich möchte ein lokales Event veranstalten, bei dem man an nur einem Wochenende sein (vielleicht lange aufgeschobenes) Content-Projekt umsetzt. Das Content Weekend wird in Bielefeld stattfinden und richtet sich an all die, die sich schon lange an die Umsetzung machen wollten.

Masterarbeit: Auch „was mit bloggen“

Ich habe ja das Glück, das sich einige Inhalte meines Studiums mit den Themen meiner Arbeit gut vereinbaren lassen. Meine Masterarbeit möchte ich über die Sprachverwendung auf deutschen Business-Blogs schreiben. Du siehst: Nicht weit weg von meinem Business. Daher gehört auch mein Abschluss im weitesten Sinn zu meinem Business-Jahr 2018.

Das wird ein tolles Jahr: Mit neuen und alten Netzwerken, mit einer wachsenden Community, mit neuen und bestehenden Kunden, neuen Formaten und Produkten. Und natürlich: Mit dir. Ich freue mich, wenn du noch ein weiteres Stück mit mir gehst. Ein weiteres Jahr für Aufbau und Konsolidierung. aber auch mit Platz für Neues. YAY!

Marits Blogparade läuft übrigens noch bis zum 8. Januar 2018 – du kannst also noch mitmachen!

 

6 Gedanken zu „Mein Business-Jahr 2017 plus Ausblick 2018

  1. Hallo Anna,

    vielen Dank für deinen Beitrag – und frohes Neues Jahr! Vielen Dank für deinen spannenden Bericht – und alles Gute für deine Pläne in 2018 – hört sich gut an! 🙂

    Herzliche Grüße
    Marit

    1. Liebe Marit,

      vielen Dank für deinen Anstoß, dies hier zu schreiben! Ich hoffe sehr, dass wir uns im April in Bonn dann auch live sehen und nicht mehr nur lesen – ich bin schon sehr gespannt 🙂

      Herzliche Grüße
      Anna

  2. Liebe Anna,
    vielen Dank für Deinen spannenden Rückblick und Deine Ideen für 2018. Du erwähnst so viele interessante Leute, dass ich gestern Abend voll ins Surfen abgedriftet bin und mir einige andere tolle Seiten angesehen habe. Und bei der Blogparade will ich auch mitmachen 🙂
    Mich interessiert allerdings auch Dein Live-Co-Working in Bielefeld, denn dieses Allein-Arbeiten finde ich auch ziemlich fies an der Selbstständigkeit. Darüber würde ich gerne mal live mit Dir im Kontakt sein. Ich weiß, Du hast total wenig Zeit und Deine Familie… Mich würde jedenfalls noch mehr Dein Weg interessieren, den Du mit Deiner Online-Selbstständigkeit gegangen bist. Darin habe ich nämlich auch gerade Erfahrungen gesammelt, die mich auf neue Ideen bringen…
    Melde Dich, wenn Du Lust hast!
    Liebe Grüße
    Christiane

    1. Wow Christiane,

      danke für dein Feedback, das freut mich wirklich sehr. Die ganzen spannenden Leute, die ich erwähnt habe, sind auch echt einen Blick wert: Da findest du im Grunde alle Informationen, die du für eine (Online-)Business brauchst.

      Und zu deinem Vorschlag mit dem live: Total gerne! Ich fände es super, wenn wir uns mal dazu treffen – schreib mir doch einfach eine E-Mail, dann findet sich auch was. Zeit hat man schließlich nicht, man muss sie sich nehmen!

      Liebe Grüße
      Anna

  3. Liebe Anna,

    gratuliere dir wirklich zu deinem 2017 – das klingt so „leichtfüßig“! Extra unter Anführungszeichen, weil ich weiß, dass es das oft nicht ist, auch wenn es so aussieht …
    Und ich freu‘ mich natürlich darauf, dich im Virtuellen CoWorking wiederzusehen – danke für die Erwähnung! Die Challenge startet dann auch wieder im April …

    Liebe Grüße,
    Claudia

    1. Liebe Claudia,

      der Dank gilt tatsächlich dir! Ich habe viel gelernt und viel geschafft – und viele tolle Menschen kennengelernt. Und leichtfüßig… Ja, vielleicht ist es ganz gut, dass nicht immer alles so schwierig aussieht. Herausfordernd darf es ja sein, aber schwierig? Nein. Ich folge dir jedenfalls weiterhin, daher sehen wir uns definitiv auch in 2018!

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