Über den Sinn und Unsinn von Routinen #10minBlog

Heute schreibe ich zu einer Zeit, wo viele schon längst im Bett liegen. Ich möchte auch lieber im Bett liegen, aber ich habe auch das Bedürfnis, die wenige Zeit, die mir bleibt, zu nutzen.

Mir bleibt nur wenig Zeit, bis Junior in die Küche gewandert kommt, weil er wach geworden ist. Und wenn das passiert, ist mein Abend auch rum. Es ist merkwürdig, wie sehr mich diese Abende immer rufen. Sobald Junior im Bett ist, habe ich ein Gefühl von Freiheit und gleichzeitig den Druck, etwas aus dieser Zeit zu machen.

Daher arbeite ich auch so oft nachts. Es ist schon eine Überwindung, sich abends noch mal an den Schreibtisch zu setzen und zu schreiben. Aber es ist auch etwas, das mein Business ausmacht – seit ich mich selbstständig gemacht habe, ist dies eine wichtige und produktive Zeit für mich.

Daher bekommen meine Kunden auch manchmal E-Mails um Mitternacht. Oder ich bastele noch bis spät in die Nacht an meinen eigenen Projekten.

Wenn mich jemand fragt, wie das mit dem bloggen am besten zu stemmen ist, dann rate ich immer zu festen Schreibzeiten, zu Routinen. Weil es wichtig ist, das Schreiben in unseren Arbeitsalltag zu integrieren, es wirklich prominent zu behandeln. Dann nämlich ist die Chance größer, dass es nicht bei nächster Gelegenheit „hinten runter fällt“, bloß weil irgendetwas dazwischen gekommen ist.

Wie ist das jetzt mit meinen Routinen? Ich hatte bis vor kurzem mehrere flexible und eine feste Schreibzeit – jeden Freitag Abend. In dieser Zeit habe ich dann verschiedene Texte geschrieben, an meinen beiden Blogs gearbeitet oder auch Texte für Kunden geschrieben.

Ich habe auch mal Tagebuch oder in meinem Erfolgsjournal geschrieben. Denn auch das ist schreiben, auch wenn das nicht direkt für mein Business ist und ich diese Texte nicht verkaufen kann (und will!).

 

Routine? Ja, aber flexibel!

In letzter Zeit habe ich bemerkt, dass es eine Verschiebung gegeben hat – ich bin aus verschiedenen Gründen zu dieser von mir festgelegten Zeit nicht mehr produktiv. Dafür schreibe ich jetzt wieder mehr nachts, spät nachts, weil ich gemerkt habe, dass ich dann kreativer bin.

Was mich auch zu diesem Text inspiriert hat: Der Sinn und Unsinn von Routinen. Denn wir können noch so routiniert sein – wenn wir aber gerade total unkreativ sind, dann wird das auch nichts mit dem Schreiben.

Und vielleicht ist in genau diesem Fall eine flexible Herangehensweise besser. Schreiben, wenn es sich gerade gut anfühlt. Und Freitagabende eher mit Freizeitaktivitäten füllen. Fühlt sich sehr rebellisch an was ich da mache – abseits von meinem Stundenplan und sonstigen Vorgaben, die ich mir selbst gemacht habe.

An meiner Abendroutine arbeite ich noch – ganz einfach weil sie augenscheinlich mit meiner Kreativzeit kollidiert. Also starte ich mal in eine Routine-freie Zeit und schaue, was das wieder mit mir macht.

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