Corporate Blogging: 5 Gründe für einen Blog

Content is King! – immer noch oder immer mehr. Content-Marketing ist in der Unternehmenskommunikation längst mehr als ein Trend, die Nachfrage nach überzeugenden Inhalten ist groß. Content-Marketing wird zum einen als das neue SEO gehypt, zum anderen schaffen Inhalte mit einem Nutz- oder Mehrwert die Möglichkeit einer weiten Verbreitung, weil gute Artikel über die Sozialen Netzwerke geteilt werden. So erreicht man neue Interessenten, aus denen eventuell neue Kunden werden. Unternehmen profitieren also gleich doppelt.

Seit einiger Zeit schon gibt es die Debatte, das Bloggen habe seinen Zenit überschritten, es werde über kurz oder lang in der Versenkung verschwinden. Doch es gibt viel zu viele gute Gründe, einen Blog zu betreiben. Solange Internetnutzer Suchmaschinen benutzen, um Lösungen für ihre Probleme zu finden, wird es auch Blogs geben. Und zwar wie gewohnt in allen Sparten, zu allen Themen und auch von den unterschiedlichsten Leuten und Unternehmen. Warum sich dieses Kommunikations-Tool und damit ein gut geplantes und gut gemachtes Corporate Blogging für jedes Unternehmen lohnt, habe ich im Folgenden zusammengefasst.

 

1. Regelmäßig frischer Content: Findet nicht nur Google super

Ein Blog, auf dem regelmäßig aktuelle und nutzwerte Informationen veröffentlicht werden, nützt einer Website gleich doppelt. Einerseits möchte Google dem Suchenden User gute, hochwertige und aktuelle Seiten als Suchergebnisse präsentieren. Das bedeutet: Eine Website muss wachsen, sie muss aktuell gehalten werden, damit sie nicht im Ranking abstürzt. Da kann der eine tolle Text, die eine grandiose Produktbeschreibung noch so suchmaschinenoptimiert sein – am Ende nützt es nichts, wenn eine Seite dann vom Betreiber „links liegen gelassen“ wird.

Auf einem Blog kann man die unterschiedlichsten Themen und News unterbringen und damit immer neue Interessenten auf die Seite „locken“. Außerdem gibt man seinem Stammpublikum, das sowieso ab und zu auf der Seite vorbeischaut, einen Grund das weiterhin zu tun und natürlich auch länger zu bleiben. Denn wer einen interessanten und hilfreichen Artikel im Netz findet, der verbringt automatisch Zeit auf der Seite. Und im Zweifelsfall ist er durch guten Content mit Mehrwert auch noch dazu animiert, weitere Artikel zu lesen, zu teilen und damit letztlich auch das angebotene Produkt hinter dem Blog zu verbreiten zu bewerben.

 

2. Mehr Reichweite und neue Zielgruppen durch Verbreitung via Social Media

Gute Artikel, die Problemlösungen anbieten, lassen sich prima via Facebook und Co. verbreiten. Dadurch, dass andere den Link dann liken oder gar teilen, erreicht man Menschen, die man vielleicht gar nicht als Zielpersonen auf dem Schirm hatte. Das heißt jetzt nicht, dass jeder erreichte Mensch zu einem Kunden wird, aber es bedeutet, dass Menschen auf ein Unternehmen, ein Produkt, eine Dienstleistung aufmerksam werden, einen positiven Eindruck bekommen und diesen dann weitergeben.

Sucht jemand zum Beispiel nach einer Möglichkeit, seine Website attraktiver zu machen, dann könnte er – je nachdem welche Suchbegriffe er verwendet – auf das Thema Corporate Blogging stoßen. Schaut er sich auch auf Facebook nach diesem Thema um, dann könnte es gut sein, dass in seiner Timeline ein Artikel oder eine Anzeige zum Thema Corporate Blogging erscheint. Und falls er dann beschließt, dass ein Blog eine gute Sache für sein Geschäft sein könnte, dann findet er vielleicht auch das dahinterstehende Angebot interessant. Denn es ist wie mit vielen anderen Dingen auch: Neben dem Kerngeschäft ist es oftmals schwierig, noch Energie für etwas anderes aufzuwenden.

Aber egal in welcher Sparte oder Branche man unterwegs ist: Ein Blog bietet immer die Möglichkeit, die eigene Website attraktiver zu gestalten. Über die passenden Keywords sowie Problemlösungen und Expertentipps zieht man neue Leute auf seine Website und über die Sozialen Netzwerke kommt man auf eine Reichweite, die klassisches Marketing eben nicht bietet.

 

3. Die Zielgruppe sehr genau eingrenzen und direkt ansprechen

Immer wieder höre ich aus den verschiedensten Richtungen „Unsere Zielgruppe ist nicht auf Facebook“. Für sehr spezielle Produkte im b2b-Bereich mag das vielleicht zutreffen, aber für die allermeisten Branchen muss Facebook mittlerweile interessant sein. Spätestens, wenn ein Unternehmen Probleme mit Nachwuchs und Fachkräften hat, muss es sich vor Augen führen, dass sich weltweit 1,6 Milliarden Nutzer auf der Plattform tummeln. Deutschlandweit nutzen derzeit etwa 28 Millionen Menschen Facebook, 21 Millionen davon jeden Tag (Stand Februar 2016). Wer jetzt behaupten möchte, dass niemand von diesen Nutzern zur potenziellen Zielgruppe gehört, der muss schon sehr gut argumentieren.

Facebook Ads wird immer mehr zu einer interessanten Möglichkeit für Unternehmen, genau auf die Zielgruppe abgestimmte Werbung zu schalten. Über die Werbeanzeigen können die eigenen Produkte, Dienstleistungen und Angebote einer breiteren Masse bekannt gemacht werden. Werbung wird bei Facebook anhand von Zielgruppendefinitionen geschaltet; dabei werden Interessen und Gewohnheiten genutzt, die die Nutzer in ihren Profilen hinterlegt haben.

 

Muss man neidlos anerkennen: Facebook Ads kann ziemlich viel

Je nachdem, welche Daten man in sein Profil eingibt und welche Seiten und Personen man „likt“, rutscht man für verschiedene Produkte eben in die jeweilige Zielgruppe herein. Wer sich dabei wie ich auch für Themen seiner Kunden auf Facebook umsieht, der bekommt ein buntes Potpourri aus Werbeanzeigen in seine Timeline und auch im „Werbebereich“ rechts neben der Timeline. Das Erstaunliche ist: Obwohl ich auf Facebook nicht nur mit meinen eigenen Interessen unterwegs bin, sondern auch für meine Arbeit (also auch deren Branchen und Themen), sind viele der Anzeigen, die ich präsentiert bekomme, interessant für mich. Neben den Interessen und Informationen, die ein Nutzerprofil bietet, können Werbetreibende auch diverse Filter für demographische und geographische Daten nutzen.

Das Potenzial solcher Werbeanzeigen ist extrem groß. Auch weil Facebook mit einer Art „Empfehlungsmarketing“ arbeitet. Werden Werbeanzeigen eingeblendet, der ein Freund oder eine Freundin bereits folgt, so lese ich über der Anzeige „xy gefällt das“. Folgen sogar mehrere meiner Freunde dieser Seite, so erfahre ich auch das. Es ist also wie wenn ein Bekannter dir ein Angebot oder Produkt empfiehlt. Mit dieser „sozialen“ Komponente kann andere Werbung nicht dienen. Guten Content auf Facebook zu bewerben macht definitiv Sinn – vor allem, weil die Funktionen hinter Facebook Ads immer besser werden. Die Basis ist der Blog, auf dem immer wieder frischer Content generiert wird. Corporate Blogging ist somit ein wichtiges Kommunikationstool mit der Zielgruppe.

 

4. Selbstdarstellung und Platzierung als Experte auf seinem Gebiet

Nicht zu unterschätzen ist die Wirkung, die hochwertiger Content auf die Besucher einer Website hat. Wer mit den angebotenen Inhalten überzeugen kann, der wird auch als kompetent wahrgenommen. Löst man durch detaillierte Anleitungen oder spezielle Tipps und Insiderwissen akute Probleme seiner Kunden, dann festigt man seine Position als Experte auf dem jeweiligen Gebiet und wird unter Umständen weiterempfohlen. All das kann Corporate Blogging.

Kritische Stimmen mögen jetzt einwenden, dass solche Inhalte die Kunden letztlich davon abhalten, das Produkt oder die Dienstleistung hinter dem Blog zu kaufen. Man habe ja schließlich mit dem Content dafür gesorgt, dass der Kunde sein Problem selbst lösen konnte. Doch dieses Argument zählt nicht, denn Spezialwissen und Problemlösungen anbieten heißt noch lange nicht, dass der Kunde nicht doch auf das Angebot zurückgreift. Schließlich ist es mit dem Wissen um die Lösung meistens noch nicht getan. Im Gegenteil. Nun muss ein entscheidender Faktor berücksichtigt werden: Zeit. Und in den meisten Fällen sogar noch ein weiterer: Talent.

Spätestens, wenn der Nutzer merkt, dass er Zeit einsetzen muss (viel Zeit, denn er hat diese Sache vermutlich noch nie vorher gemacht – sonst hätte er ja nicht nach einer Lösung suchen müssen), kommt die Kosten-Nutzen-Rechnung. Der Kunde weiß, dass es einen Experten auf diesem Gebiet gibt. Er hat ihn schließlich vor der Nase. Er weiß auch, dass es ihn Geld kosten wird, die Dienstleistung einzukaufen anstatt sie selbst zu machen. Aber der Experte wird nicht so viel Zeit dafür brauchen wie er selbst. Und schon hat sich das „Ausplaudern von Betriebsgeheimnissen“ gelohnt.

 

5. Hochwertiger Content schafft Vertrauen

Vertrauen ist eine Folge daraus, dass man jemanden als Experten ansieht. Und Vertrauen ist die Ware, um die sich heute im Marketing alles dreht. Auf der Suche nach einer Problemlösung stößt man auf eine Website, die brandaktuell und regelmäßig über das gesuchte Thema informiert. Das führt dazu, dass man den Eindruck gewinnt, die Leute hinter dieser Website haben richtig Ahnung von dem was sie tun. Sie haben Erfolg damit, bleiben immer am Ball, bilden sich weiter. Diesen Leuten kann ich mein Problem also anvertrauen, sie werde sich kümmern, sie sind kompetent. Diese Dinge laufen ganz unbewusst ab, aber das macht sie nicht weniger wirksam. Im Gegenteil.

Und letztlich müssen wir uns nur vor Augen halten, was passiert wenn wir von dem angepriesenen Content NICHT überzeugt sind. Wenn wir auf eine großartige Überschrift klicken und dann enttäuscht werden. Diese Seiten verlassen wir so schnell wie möglich wieder, behalten einen schlechten Eindruck zurück, den wir im schlimmsten Fall sogar anderen mitteilen. Negative Publicity.

 

Möglichkeiten über Möglichkeiten mit Corporate Blogging

Neben dem Medium „Text“ gibt es natürlich noch zahlreiche andere Möglichkeiten für ein erfolgreiches, hochwertiges und abwechslungsreiches Content-Marketing. Hier sind der Phantasie (fast) keine Grenzen gesetzt.

  • Infografiken
  • Videos
  • Podcasts
  • Anleitungen
  • Listen
  • Studien
  • Rezensionen
  • E-Books
  • Interviews

All diese Formate lassen sich wunderbar auf einer Website platzieren und über die Sozialen Netzwerke verbreiten. Also, selbst wenn ich als großer Fan von Text gerne die altbewährte Artikelform nutze, freue ich mich immer wenn Fakten auf einen Blick auf einer guten Infografik zusammengefasst sind oder wenn ich unterwegs ein Experteninterview als Podcast auf die Ohren bekomme. Der Mix macht es eben. Das Einzige, was man nicht machen sollte, ist sich diese elementare Form des Marketings entgehen zu lassen. Corporate Blogging ist für Unternehmen jeder Größe und jeder Sparte sinnvoll, um mit der Zielgruppe zu kommunizieren.

 

Bild: Public Domain. Unsplash, Pixabay

 

2 Gedanken zu „Corporate Blogging: 5 Gründe für einen Blog

  1. Vielen Dank für die tollen Tipps! Ich habe für unsere Kleinen tolle Malvorlagen erstellt, so kann Mama in Ruhe bei uns stöbern und lesen und die Mäuse sind beschäftigt 😉

    Den ein oder anderen Tipp von dir werde ich bestimmt auch noch umsetzen.

    1. Danke schön, freut mich wenn ich ein paar Anregungen geben konnte! Das Tolle an Blogartikeln ist ja, dass die Umsetzung im Grunde immer einfacher und schneller wird, weil man sozusagen das Schreiben „trainiert“. Wie man gut ins Schreiben kommt, darüber werde ich in den nächsten Wochen vermehrt schreiben 🙂

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