12 Dinge, die du vom Laufen fürs Bloggen lernen kannst

„Ein Blog ist ein Marathon, kein Sprint.“ Vielleicht hast du diesen Satz schon mal gehört oder gelesen. Ich sage immer gern „Ein Blog ist ein langfristiges Projekt“, weil ich die Lauf-Metapher so abgenutzt finde. Aber ganz egal, welche Worte wir benutzen: Es ist sehr viel Wahres daran. Die meisten Blogs scheitern, weil die Schreiber zu früh aufgeben. Und ebenso ist es beim Laufen (oder bei anderen Dingen, die du lernen willst). Bleiben wir in der Metapher, dann sehe ich viele Dinge, die du vom Laufen fürs Bloggen lernen kannst.

Jetzt wandle ich doch tatsächlich auf Haruki Murakamis Spuren. Und auch, wenn ich sein großartiges Buch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ schon vor längerer Zeit gelesen habe, ist das Thema jetzt gerade aktueller denn je für mich. Denn seit Anfang April habe ich wieder angefangen zu laufen. Und ich kann sagen: Die Parallelen, die Murakami beschreibt, gelten nicht nur für Autoren, sondern auch für Blogger. Hier sind 12 Learnings, die du sowohl fürs Laufen, als auch fürs Bloggen anwenden kannst:

 

1. Einfach anfangen

Du willst einen Blog starten? Du hast die Idee, du weißt, warum du es machen willst? Super! Dann starte heute mit dem ersten Schritt. Nicht nächste Woche, nächsten Monat oder nach dem laufenden Projekt… Jetzt!

Projekte, die wir auf „später“ oder „irgendwann“ verschieben, bleiben gern liegen oder aber sie werden größer, als sie eigentlich sind. Das ist wie mit Neujahrsvorsätzen – leider haben sie eine geringe Halbwertszeit.

Ich hatte lange geglaubt, ich könnte nicht laufen, weil ich keine Zeit dafür habe und es mit Junior einfach zu wenig Zeiträume dafür gibt. Ich machte mich abhängig von der Gunst und Laune meines Sohnes – kein Wunder, dass es bei ein, zwei halbherzigen Versuchen blieb.

Jetzt war es anders: Ich hatte beschlossen, dass ich mir Zeit nehmen will. Das bedeutet für mich, dass ich innerhalb der Kita-Zeiten laufen gehe. Damit bin ich unabhängiger und kann mein Training alle zwei, drei Tage durchziehen. Und als ich diesen Entschluss gefasst hatte, habe ich nicht mehr gewartet. Ich bin einfach losgelaufen. Daraus kannst du fürs Bloggen lernen, dass du nicht ewig lange auf den Startschuss warten solltest. Der beste Zeitpunkt, um anzufangen, ist jetzt.

 

2. Eins nach dem anderen

Eine gewisse Konzentration brauchst du schon für dein Projekt. Daher mach nicht den Fehler und starte mehrere Projekte gleichzeitig. Mach eins nach dem anderen. Und wenn du erst eine Routine für dich und deinen Blog gefunden hast, dann kannst du immer noch mit dem Podcast oder mit einem neuen sozialen Netzwerk starten.

Ich hatte mir für April einen Plan gemacht, wollte zwei bis dreimal pro Woche laufen. Außerdem wollte ich meine abendliche Sport-Routine wieder aufnehmen. Die ersten zwei Wochen ging das auch, aber dann merkte ich, dass ich beides nicht gut auf die Reihe kriegte. Nicht etwa wegen der Anstrengung oder wegen der fehlenden Zeit, sondern weil ich nicht mehr fokussiert war.

Workout und Laufen gleichzeitig implementieren ging einfach nicht. Ich schraubte also meine abendlichen Aktivitäten zurück und konzentrierte mich auf meine Lauf-Einheiten. So habe ich meine Routine jetzt seit gut acht Wochen durchgezogen.

 

3. Langsam starten. Am Anfang steht das Laufen

Wenn du mit etwas Neuem startest, dann brauchst du ein erreichbares Ziel. Und darüber solltest du wirklich gut nachdenken, denn dieses Ziel ist Grundlage deiner Motivation. Ich kenne einige Läufer, die sich vorgenommen haben, in einem absehbaren Zeitraum einen (Halb-)Marathon zu laufen. Andere wollen nur „irgendwas für die Fitness tun“, wieder andere arbeiten daran, 20/30/60 Minuten am Stück durchzulaufen.

Ich gehöre eher zu der dritten Gruppe, denn ich möchte eigentlich nicht mehr, als zwei-, dreimal pro Woche 20 oder 30 Minuten langsam laufen. Das reicht schon, damit sich die therapeutische Wirkung des Laufens in vollem Umfang entfalten kann. Für mich ist Laufen Entspannung, daher bin ich auch meistens allein unterwegs.

Beim Bloggen ist das auch so: Du solltest dir genau überlegen, warum du eigentlich bloggen willst. Sicher nicht, um einen Blog zu haben oder damit du dich Blogger nennen kannst. Eher doch, um mit dem Blog Menschen zu erreichen, um Geschichten zu schreiben und darüber in den Austausch zu kommen. Um deine Meinung zu deinem Thema prominent in Szene zu setzen und zu teilen. Um Leser (und Kunden) zu gewinnen, um dich selbst als Experte besser darstellen zu können. Oder oder oder.

Worüber du dir aber im Klaren sein solltest: Ohne schreiben kein Blog. Daher setz dir erreichbare Ziele und verheddere dich nicht in Experten-Tipps und Vorgaben, die dir weismachen wollen, du müsstest auf eine ganz bestimmte Art bloggen. Finde deinen Schreibflow und mach einen Schritt nach dem anderen. Bloggen lernen kann nämlich Spaß machen – und sollte es auch!

 

4. Nicht zu viel wollen. Lieber nach Plan

Bevor ich Mutter wurde, bin ich auch schon gelaufen. Und irrsinnigerweise dachte ich, ich könnte leicht an meine damalige Form anknüpfen. Ich wusste zwar, dass ich langsam wieder aufbauen muss und suchte mir einen Trainingsplan für Laufanfänger. Aber als ich dann draufschaute, dachte ich: „Ach, diese ersten Einheiten sind ja nun echt was für totale Anfänger. Ich starte mit den Einheiten aus Woche 2 oder 3.“

Und als ich dann die ersten Einheiten hinter mir hatte, wurde ich ungeduldig. Ich dachte, ich müsste schneller sein. So war das doch vor sechs, sieben Jahren auch… Es muss doch eine sichtbare Steigerung von Lauf zu Lauf geben! Dachte ich.

Was ich natürlich in diesen Momenten nicht bedacht hatte bedenken wollte: Ich war total außer Form. Hatte ewig lange keinen Ausdauersport mehr gemacht. Außerdem war ich ein paar Jahre älter geworden (ja, merkt man). Und aus dieser Situation heraus ist es besonders wichtig, langsam aufzubauen und einen Rhythmus zu finden, der fordert, aber nicht fertig macht.

Beim Schreiben ist das auch so. Mach dir einen Plan, wie du dein Ziel für deinen Blog erreichen willst. Und dann halte dich daran. Denn es nützt nichts, sich anzustrengen und dann damit unzufrieden zu sein. Wenn das so ist, passt etwas an deinen Zielen oder am Plan nicht. Bloggen lernen heißt, sich dem Ziel stetig zu nähern. Es ist ein langfristiges Projekt, das nie fertig ist.

Natürlich musst du dich nicht sklavisch an deinen Plan halten, wenn es mal wirklich nicht passt. Aber gerade zu Beginn macht es Sinn, mit kleinen Einheiten anzufangen und diese regelmäßig durchzuziehen. Denk daran: Du tust immer dein Bestes. Das, was in deiner aktuellen Situation möglich ist. Und nicht das, was vor sechs Jahren möglich war. Pass deine Routine an deine Situation an, nicht andersherum.

 

5. Deine Zeiten: ausprobieren und anpassen

Mein Trainingsplan sah vor, dass ich dienstags, donnerstags und sonntags laufen sollte. Ich wusste schon, dass Dienstag und Donnerstag für mich gut passen würden. Die Termine am Wochenende einzuhalten, würde aufwendiger sein, weil ich da ja keine feste Betreuung für Junior habe. Der Plan wollte mir dann auch vorgeben, zu welcher Zeit ich laufe und dass ich meine Einheiten mal morgens und mal abends einplanen sollte. Das war so erstmal nicht möglich für mich, weil meine Tage doch sehr durchgetaktet sind.

Was ich aber trotzdem gemacht habe: Mal bin ich sofort losgelaufen, wenn ich meinen Sohn in die Kita gebracht hatte. Mal war ich erst mittags unterwegs, weil ich vormittags noch Termine hatte. Und mal bin ich abends gelaufen, weil Junior am Wochenende in dieser Zeit von meiner Mutter betreut wurde oder er bei seinem Erzeuger war.

Ich konnte also erfahren, welche Zeit mir besonders liegt, wann ich am fittesten bin und wann mir das Loslaufen besonders leicht fällt. Für mich ist Laufen leichter und entspannender, wenn ich es so früh wie möglich mache. Und da ich das jetzt weiß, lege ich den Großteil meiner Einheiten in diese frühen Zeiträume.

Was kannst du daraus fürs Bloggen lernen? Ganz einfach: Auch beim Schreiben solltest du verschiedene Zeiten ausprobieren. Wann fällt es dir leicht, dich überhaupt an deine Blogtexte dranzusetzen? Wann kommst du gut ins Schreiben? Und wann bist du besonders produktiv und zufrieden? Wenn du das weißt, wird es dir leichter fallen, deine Schreibroutinen einzuhalten und somit auch deinem Ziel näher zu kommen. Feste Schreibzeiten helfen dir dabei, dein Schreiben und deine Produktivität zu verbessern.

 

6. Dranbleiben, Termine machen

Eines der wichtigsten Dinge, die du vom Laufen fürs Bloggen lernen kannst, ist Regelmäßigkeit. Denn wenn du nur alle zwei Wochen mal deine Laufschuhe anziehst, dann ist jeder Lauf wieder so hart wie der erste. Und je nachdem, wie gut dein innerer Schweinehund so drauf ist, kannst du dir mit großen Pausen zwischen den Schreibeinheiten selbst ein Bein stellen.

Fürs Laufen habe ich jetzt meine Routine gefunden, fürs Schreiben ist das schwerer. Denn Scheiben muss ich nicht groß vorbereiten, muss mich nicht speziell kleiden oder mir hinterher Zeit fürs Dehnen und für eine Dusche einplanen.

Schreiben ist das, was wir gerne so zwischendurch machen. Wenn mal Zeit da ist, dann wird gebloggt. Und wenn etwas dazwischenkommt, dann schieben wir es halt auf. Ist ja nicht schlimm, denn es braucht ja nicht viel Vorlauf und man kann es fast immer und überall machen.

Diese Einstellung impliziert: Bloggen ist nicht wichtig. Ich muss mir dafür keine Zeit einplanen, muss mich nicht vorbereiten. Und das ist nicht gut für dein Projekt und auch nicht für dein Schreiben. Regelmäßig bloggen bedeutet, diesem Projekt Priorität zu geben. Es ernst zu nehmen. Und gezielt Zeit dafür frei zu halten.

Und wenn du es doch einmal partout nicht schaffst, denk an diesen schlauen Satz meines Bekannten Tobias:

„Es ist okay, seine Routine mal zu skippen. Aber dann ist der nächste Termin der wichtigste in deinem Leben!“

Hier gibt es noch mehr Tipps, wie du es schaffst, regelmäßig zu bloggen.

 

7. Pausen sind wichtig

In meiner Laufgruppe gibt es immer wieder Nachrichten von Mitgliedern, denen der eigene Trainingsplan nicht ausreicht. Sie laufen alle zwei Tage und es geht gut, sie machen Fortschritte und fühlen sich wohl. Und weil das so ist, ändern sie ihren Rhythmus von zweitägig auf täglich. Dann merken sie, dass die Erfolge trotz der doppelten Menge Training nicht doppelt so schnell kommen und sind enttäuscht.

Was sie nicht bedacht haben: Auch Pausen sind wichtig. Nicht umsonst sollten wir beim Sport auf Ruhetage achten, damit die Muskeln und Sehnen regenerieren und auch, damit sie wachsen können!

Fürs Bloggen lernen kannst du daraus, dass Schreibpausen gut für deinen Blog sein können. Schreiben ist etwas, das man trainieren und verbessern kann. In den Pausen entstehen neue Ideen, die du dann mit neuer Motivation angehen kannst. Zwing dich nicht, ständig neuen Content zu erstellen, sondern mach auch mal einen Schritt zurück und sortiere deine Gedanken.

Pausen sind super, sie halten dich nicht auf. Aber: Wenn du Schwierigkeiten hast, wieder loszulegen, dann war die Pause vielleicht zu lang. Es ist eben wie bei so vielen Dingen ein Kontinuum: Pendle dich ein und finde deinen Rhythmus zwischen kreativen Pausen und Regelmäßigkeit.

 

8. Nicht mit anderen vergleichen

Du fängst etwas Neues an. Selbstverständlich schaust du, wie andere Leute das machen, was du vorhast. Aber zu viel Vergleichen schadet dir.

Ich weiß von Laufanfängern, die nur sehr früh am Tage laufen oder aber sehr spät. Warum? Weil sie keine anderen Läufer treffen wollen. Sie möchten nicht, dass jemand sieht, dass sie Anfänger sind, dass sie sich vielleicht besonders quälen, dass sie verschwitzt und angestrengt aussehen.

Ich sehe das anders: Es ist doch völlig legitim, dass man uns die Anstrengung ansieht. Warum sollte das etwas Negatives sein? Wir strengen uns an, wir werden besser, wir arbeiten, um unser Ziel zu erreichen. Jeder mit seinen ganz eigenen Ausgangsbedingungen, mit seinem Potenzial, mit seinem Trainingsstand.

Klar habe auch ich manchmal ein mulmiges Gefühl, wenn ich mich auf dem vierten Kilometer quäle, mein Pony an meiner Stirn klebt und ich mich innerlich nach einer Gehpause sehne. Und dann kommt mir ein Sechzigjähriger entgegen, der total entspannt vermutlich schon 15 Kilometer gelaufen ist. Locker-flockig läuft er mir entgegen und ich bemühe mich, ihm ein etwas weniger gequältes Lächeln zu schenken.

Ich kann dem anderen Jogger nicht in den Kopf gucken, weiß nicht, seit wie vielen Jahrzehnten dieser Mensch schon regelmäßig seine Runden dreht. Ich habe keine Ahnung, was der sonst noch so macht und ob er dieses Tempo, das er jetzt gerade läuft, über die komplette Distanz hält. 

Und aus dieser Situation kannst du auch viel fürs Bloggen lernen: Es nützt nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Und es sollte dir komplett egal sein, welche Blogger wie oft, wie viel und wie guten Content produzieren. Sie alle haben andere Voraussetzungen.

Vergleich dich nicht mit anderen. Dann lieber mit dir selbst vor vier Wochen: Läufst du jetzt schneller? Schreibst du bessere Artikel? Ich bin mir sicher, dass man da Unterschiede erkennen kann.

 

9. Im Rhythmus bleiben

Voller Motivation setzt du dich an deinen Schreibtisch (oder wo du sonst eben schreibst). Du bist gut drauf, hast Bock zu schreiben und dein Thema ist gut. Die Wörter fließen nur so aus dir raus, der Text wird länger und länger. Aber wenn du eine Stunde geschrieben hast, geht dir die Puste aus, du möchtest gern eine Kaffeepause machen und danach fällt es dir schwer, dich wieder an deinen Blogtext zu setzen. Kennst du? Keine Sorge, ist ganz normal.

Als ich Anfang April meine ersten Laufeinheiten absolvierte, da war der erste Kilometer immer der schnellste. Ich lief los, mit Power, voller Energie, voll motiviert. Der letzte Kilometer aber war ganz zu Beginn oft mehr gehen als Laufen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Mir ging die Puste aus. Das Gute am Laufen ist ja: Du musst irgendwie nach Hause kommen. Und wenn du nicht den Bus nehmen willst, dann musst du irgendwie laufen.

Beim Bloggen ist das nicht ganz so einfach, denn dein Blog lacht dich nicht aus, wenn du angefangene Artikel nicht zu Ende bringst. Aber für dein Selbstbewusstsein und deine Produktivität ist das nicht gut.

Es macht total Sinn, kreative Phasen auszunutzen, aber versuch mal, dabei in einem konstanten Tempo zu bleiben. Du hast dein Thema, hast deinen roten Faden, vielleicht den Grundaufbau des Artikels. Außerdem kennst du dein Keyword, weißt, welche Grafiken du brauchst und dass du am Ende noch die Metadaten prüfen musst. Behalte all diese Dinge im Blick, aber konzentriere dich immer genau auf das, was du gerade tust.

Wenn du schreibst, schreib. Wenn du korrigierst, dann mach auch nur das. Und wenn du optimierst, dann konzentriere dich genau darauf. Bleib in deinem Rhythmus und halte die Energie. So hast du mehr vom Bloggen und es fühlt sich leichter an.

 

10. Du brauchst keine Tools

Wenn du anfängst zu laufen, brauchst du nicht viel. Keine teure Laufkleidung, Pulsgurte und -uhren. Du brauchst ein Paar Laufschuhe und dich selbst. Alles andere kann dann Stück für Stück kommen. Dann, wenn du herausgefunden hast, dass Laufen jetzt wirklich (wirklich, wirklich!) dein Ding ist. Später kannst du dich Stück für Stück mit besseren Schuhen, einer Laufuhr oder neuen Shirts belohnen.

Daraus kannst du viel fürs Bloggen lernen: Denn auch hier brauchst du anfangs nicht viel. Du brauchst nicht hinderte von Artikeln vorbereiten, brauchst keine teuren Themes und Plugins, keine tausend Tools, die dich produktiver/ schneller/ organisierter etc. machen sollen. Und erst recht brauchst du kein teures Autorenprogramm. Fang erstmal an zu schreiben. Alles andere ergibt sich dann mit der Zeit.

Glaub bloß nicht, du könntest erst dann mit deinem Blog starten, wenn du die passenden Tools und Systeme gefunden hast. Für den Anfang brauchst du keine besonderen Dinge. Bloggen lernen ist in erster Linie machen und ausprobieren. Fang einfach an und schau dann, wo es hakt.

Mache ich beim Laufen auch so: Da schiele ich schon nach neuen Schuhen, weil meine alten eben auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Und da werde ich diesmal auch eher mehr investieren, wenn ich mich dann definitiv fürs Laufen entschieden hab. Aber allen anderen Schnickschnack brauche ich nicht. Du auch nicht.

 

11. Unterstützung suchen

Alles fällt leichter, wenn du motivierte Mitstreiter hast. Oder wenigstens Menschen, die von deinen Plänen wissen und dich immer wieder darauf ansprechen.

Als ich im April wieder mit dem Laufen angefangen habe, habe ich das allen erzählt. Meinen Masterminds, meinen Freunden, meiner Mama, auch manchen meiner Kunden, meiner Social-Media-Community. Alle wissen jetzt, dass ich ein neues Projekt starte und dass ich regelmäßig etwas tun möchte. Mit einigen dieser Menschen bin ich in einem recht intensiven Austausch, sodass ich meine erfolgreich absolvierten Läufe, aber auch Probleme mit der Motivation oder mit dem inneren Schweinehund thematisieren kann.

Was bringt mir das? Ich kann meine Gefühle teilen, sowohl problematische als auch schöne. Für meine Fortschritte bekomme ich Zuspruch und auch Druck, wenn ich länger nichts gemacht habe. Mit meiner Freundin Beate laufe ich ab und zu gemeinsam, das motiviert noch einmal zusätzlich.

Unterstützer und Mitwisser schaffen Verbindlichkeit. Und das ist es auch, was du fürs Bloggen lernen kannst: Schreibgruppen sind vielleicht nicht so populär wie Laufgruppen, aber es gibt sie. Sollte es keine in deiner Nähe geben, dann gründe eben selbst eine. Oder such dir eine digitale Schreibgruppe wie etwa meine auf Facebook. Ein Schreib-Buddy, mit dem du dich über dein Schreiben austauschen kannst, ist Gold wert. Nutze dieses Potenzial!

 

12. Erfolge tracken und feiern

Ja, ich tracke meine Läufe mit einer Lauf-App. Manchmal mache ich Bildschirmfotos von den guten Läufen und schicke sie an meine Freunde und Bekannten. Und ich freue mich, wenn ich die Ergebnisse langsam besser werden. Wenn ich schneller werde, länger durchhalte, lockerer und entspannter laufe. All das kann ich tracken und speichern, um dann später darauf zurückzugreifen.

Ich freue mich immer, wenn meine Zeiten besser werden, aber auch, wenn ich mein „ich-war-heute-laufen“-Kreuzchen auf meinem Plan gemacht habe.

Diese Erkenntnisse kannst du auch fürs Schreiben nutzen: Es wird dich sicher motivieren, die Zugriffszahlen auf deinen Blog zu verfolgen, zu prüfen, ob mehr Kommentare kommen, ob die Community auf den sozialen Netzwerken wächst. Auch kleine Erfolge können hier motivieren. Denn du weißt ja: Ein Blog ist ein langfristiges Projekt und braucht seine Zeit, bis er wächst und bekannter wird.

 

Fazit: Routinen etablieren Schritt für Schritt

Mit dem Laufen ist es wie mit allem anderen auch: Es geht im ersten Schritt um eine Entscheidung. Will ich das wirklich und bin ich bereit, dieser Sache Priorität einzuräumen? Wenn das klar ist, kannst du dich an die Umsetzung machen. Mach dir bewusst, dass nichts von allein passiert, sondern dass du Energie aufwenden musst, um an dein Ziel zu kommen. Fortschritt und Verbesserung passieren nicht einfach so.

Vom Laufen kannst du vor allem die offensichtlichen Dinge fürs Bloggen lernen:

  • Warte nicht auf den richtigen Zeitpunkt, fang einfach an.
  • Du musst dir ausreichend Zeit einräumen für dein Ziel, es geht nicht mal eben so zwischendurch.
  • Zu lange Pausen werden dich im Training zurückwerfen.
  • Unterstützung macht es leichter (Stichwort Leidensgenossen).
  • Ausprobieren und anpassen. Gilt nicht nur für die passenden Schreibzeiten, sondern auch für alle anderen Prozesse rund ums Bloggen.

Denk beim Bloggen ruhig einmal mehr an eine Sport-Routine. Denn auch Kreativität lässt sich trainieren und verkümmert, wenn man sie nicht oft nutzt. Mach Bloggen prominent in deinem Alltag, in deiner Arbeitswelt. Mach Dates und Termine – nimm das Bloggen ernst! Es wird immer ein Hobby bleiben, wenn du ihm nur diesen Status einräumst. Daher gib dem Schreiben den wichtigen Status, den es verdient. Damit wirst du schneller und besser bloggen lernen.

 

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