5 nützliche Tipps, wie du auffallende Grafiken für Social Media und Blog gestaltest

Du schreibst Blogartikel, verfasst regelmäßig Social-Media-Beiträge und hast dir eine Strategie überlegt, um deine Bekanntheit zu steigern. Denn du willst, dass dich deine Zielgruppe sieht und auf dich aufmerksam wird. Dazu brauchst du regelmäßig interessante Grafiken für Social Media und deinen Blog. Die zu entwerfen, ist nicht immer leicht. Wie schaffst du es, deine Grafik so zu gestalten, dass deine Botschaft wahrgenommen wird und gleichzeitig auch auffällt? Wie schaffst du es, Interaktion bei deinen Lesern auszulösen?

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Grafikerin Manuela Aksu von Kreativcode. Sie erklärt hier für uns Blogger die grundlegenden Regeln der Gestaltung, mit denen wir das Erscheinungsbild unserer Grafiken deutlich verbessern können. Sie zeigt uns, dass diese ganz einfachen Tricks einen großen Unterschied machen. Und sie klärt die Frage, was eine gute Gestaltung ausmacht.

 

Tipp 1: Führe den Blick durch deine Grafik

Du kennst sicher diese Blogbeiträge, bei denen du auf den ersten Blick erfasst, um was es geht? Du fliegst über den Text und weißt innerhalb weniger Sekunden, um welches Thema es sich handelt und ob Mehrwert für dich enthalten ist.

Genauso funktioniert das auch bei deinen Grafiken. Mit einer klaren Struktur leitest du den Blick deines Betrachters gezielt durch die Grafik. Du bestimmst, welche Elemente zuerst wahrgenommen werden. Das erreichst du, indem du Kontrast, Farbe, Schriftgröße und die Stärke der Schrift nutzt, um dein Layout zu optimieren und Akzente zu setzen.

In meinem Beispiel siehst du zwei unterschiedliche Darstellungen eines Textes. Auf der linken Seite findest du den Text in einheitlicher Schriftart und -größe. Dieser Text wirkt eher unscheinbar und fällt kaum auf.

Auf der rechten Seite setzen wir ein einzelnes Wort in Szene und heben es deutlich vom Rest des Textes ab. Wenn du beide Grafiken miteinander vergleichst, erkennst du einen deutlichen Unterschied.

 

Tipp 2: Löse Emotionen bei deinen Lesern aus

Schriften sind ein wunderbares Instrument, um bei deinen Lesern und potenziellen Kunden Emotionen auszulösen. Wähle sie daher mit Bedacht. Nutze Schriften, die zu dir und deiner Marke passen. Achte bei der Auswahl darauf, dass sie die Emotion widerspiegeln, die du auslösen möchtest.

Ich empfehle dir, mit einer oder maximal zwei unterschiedlichen Schriften zu arbeiten. Möchtest du verschiedene Schriftarten kombinieren, achte darauf, dass sich diese Schriften nicht zu ähnlich sind. Verwende zum Beispiel Schriften mit Serifen und ohne:

Bevor du dich für eine Schrift entscheidest, teste, ob sie auch in kleiner Größe funktioniert. Denn die schönste Schrift nützt dir nichts, wenn sie in kleiner Größe gar nicht oder nur schwer zu lesen ist. Muss dein Leser erst mit Mühe den Text entziffern, verliert er die Lust am Lesen und ist schnell wieder weg.

Gute Beispiele für Schriftmischungen findest du auf den Seiten Google Fonts und Mixfonts.

Dort kannst du dir Anregungen und Inspiration holen und siehst, welche Schriften gut zu kombinieren sind und miteinander harmonieren.

 

Tipp 3: Gib deinem Inhalt Luft zum Atmen

Der Weißraum ist das A und O in der Gestaltung. Er wird auch als negativer Raum oder Leerraum bezeichnet. Damit ist der Platz um deinen Text, dein Logo oder deine Icons gemeint. Den Elementen nicht genug Raum zu geben, ist einer der häufigsten Fehler in der Gestaltung.

Grafische Elemente und Texte brauchen ausreichend Platz, um wahrgenommen zu werden. Trenne verschiedene Textelemente voneinander und schaffe genügend Platz dazwischen. So strukturierst du gleichzeitig deine Inhalte in einer logischen Reihenfolge. Das Auge kann so leichter erfassen, welche Informationen zusammengehören.

Dazu habe ich dir ein Vorher-Nachher-Beispiel erstellt, in dem du siehst, wie sich mehr Platz auf den Inhalt deiner Grafik auswirkt.

Beim linken Bild ist das Logo oben in die Ecke gedrängt und kommt nicht zur Wirkung. Die Texte sind zu einem Textblock zusammengequetscht. Geben wir den Elementen nun ein wenig mehr Weißraum, wirkt alles gleich viel offener und dein Leser erfasst die Informationen sofort auf einen Blick.

 

Tipp 4: Richte deine Elemente einheitlich aus

Mit der Ausrichtung deiner Texte und grafischen Elemente schaffst du eine klare Struktur und ein harmonisches Gesamtbild.

Lege dich auf eine Ausrichtung fest: linksbündig, rechtsbündig oder mittig. Wechsle innerhalb einer Grafik nicht die Ausrichtung. Das schafft Unruhe und verwirrt deinen Leser.

Am einfachsten erstellst oder denkst du dir ein Raster, an dessen Linien du deine Texte ausrichtest. So schaffst du es, dass deine Informationen Spannung erzeugen und leichter zu lesen sind.

Im Beispiel zeige ich dir den Unterschied zwischen einer unruhigen und ruhigen Gestaltung.

 

Tipp 5: Mache deinen Text lesbar mit Kontrast

Mit dem gezielten Einsatz von Kontrasten hebst du wichtige Elemente von unwichtigen ab und legst den Fokus darauf.

Mit einem Hell-Dunkel-Kontrast, zum Beispiel zwischen Hintergrund und Text, erreichst du ein wunderbares Ergebnis: Wenn du einen dunklen Hintergrund hast, verwende eine helle Schrift und nutze umgekehrt eine dunkle Schrift, wenn du einen hellen Hintergrund hast.

Einzelne Textstellen oder Wörter zu vergrößern oder einen Teil des Textes fett zu setzen oder farblich hervorzuheben sind weitere Möglichkeiten, mit Kontrast zu arbeiten. Setze Kontraste jedoch behutsam ein. Zu viele davon erzeugen Unruhe bei deinem Leser.

Wenn du bei Social-Media-Bildern Text über ein Hintergrundbild legen möchtest, achte bei der Bildauswahl darauf, dass das Foto nicht zu viele Details enthält. Hat das Bild zu viele kleine Details, lenkt diese ab und es wird schwierig, darauf deinen Text lesbar zu platzieren. Lesbarkeit und die Botschaft deines Textes stehen immer im Vordergrund.

 

Was macht also eine gute Gestaltung aus?

Ein gezielter und gut überlegter Einsatz von Farbe, Ausrichtung, Weißraum und Schrift sind Bestandteile einer guten Gestaltung. Clever eingesetzt, fallen uns diese Punkte nicht einmal ins Auge, denn wir empfinden diese Gestaltung als schön und stimmig.

Wenn du also möchtest, dass deine Beiträge geteilt werden und du mehr Interaktionen und Kommentare erhalten willst, nutze aussagekräftige Inhalte für deine Grafiken. Und strukturiere sie klar und einfach. Halte Texte so kurz wie möglich. Längere Texte sind wesentlich besser in der Beschreibung deines Social-Media-Beitrags oder im Artikel auf deinem Blog aufgehoben.

Kurzum: Halte deine Grafiken am besten so reduziert wie möglich. Je mehr Schriften, Farben, Formen und Effekte du verwendest, umso unübersichtlicher und schlechter lesbar wird deine Grafik. Achte bei der Auswahl des Hintergrundbildes darauf, dass das Bild nicht zu viele Elemente enthält und nicht überladen wirkt.

Gestalte dein Design immer einheitlich über alle Kanäle. Nur so schaffst du es, dass du (wieder-)erkannt wirst und dein Leser sieht, dass diese Grafik von dir kommt.

Eine gute Gestaltung passt immer zu dir, deiner Marke und deiner Zielgruppe. Damit schaffst du es, deine Zielgruppe mit deinen Grafiken emotional zu berühren und ihre Wünsche und Bedürfnisse anzusprechen.

Mit diesen fünf Tipps hast du schon einmal grundlegendes Wissen, wie du deine grafische Gestaltung so optimieren kannst, dass du gezielt deine Inhalte vermitteln und deine Botschaft verbreiten kannst.

Welcher Tipp funktioniert für dich besonders gut bei deinen Grafiken? Kennst du noch einen Geheimtipp, den du teilen möchtest? Ich freue mich auf deinen Kommentar.
 

Über die Autorin

Gastautorin Manuela AksuManuela Aksu ist freie Grafikerin und hilft Selbstständigen bei der Gestaltung ihrer digitalen Marketingunterlagen. In ihrem Newsletter bekommst du nützliche Tipps, wie du deine Inhalte und Angebote erfolgreich präsentierst und mit hochwertigen Marketingunterlagen die Aufmerksamkeit auf dich lenkst.
 

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Bloggen heißt auch, ansprechende Grafiken gestalten, um aufzufallen.

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