Entspannt bloggen: Ziele und Motivation

Bloggen bedeutet, regelmäßig zu schreiben, sich intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, Inhalte für die Zielgruppe aufzubereiten. Am besten sollst du mindestens einen Artikel pro Woche schreiben, dabei immer die magische 1000-Wörter-Marke knacken, auf Keywords und Lesbarkeit achten und dazu noch wertvolles Zusatzmaterial, tolle Grafiken und „catchy Teasertexte“ erstellen. Kann man das noch entspannt bloggen nennen?

Ganz schön strammes Programm, findest du nicht auch? Wie wäre es, mit dem Blog erfolgreich zu sein und gleichzeitig Spaß am schreiben zu haben? Einfach bloggen – nach deinen ganz eigenen Regeln. Wie das geht? Weiterlesen!

Ende Oktober habe ich in meiner Facebook-Gruppe die #SchreibImpulsWoche angeboten. Inhalt waren fünf kleine Impulse, die dazu anregen, über das eigene Schreiben und die Vorstellungen über das Bloggen zu reflektieren. Die Rückmeldungen dazu waren toll – daher habe ich beschlossen, aus den Inhalten eine Artikelserie hier auf dem Blog zu machen. Um die Gedanken und den Austausch zu konservieren und ihn mehr Menschen zur Verfügung zu stellen. Hier ist Teil 1 der Serie zum Thema Ziele und Motivation beim Bloggen:

 

Entspannt bloggen, achtsam bloggen – Alles nur Quatsch?!

Du nutzt deinen Blog als Marketing-Instrument und daher glaubst du, Bloggen müsse hart und schwer sein? Da bist du nicht alleine. Ich kenne viele Blogger, die sich von Artikel zu Artikel quälen – immer in dem Bewusstsein, das müsse so sein. Immerhin ist es ja Arbeit. Und dazu kann ich nur sagen: Ja, Bloggen ist Arbeit. Manchmal ist es sogar harte Arbeit. Aber trotzdem können wir dafür sorgen, dass wir ein gutes Gefühl zum Schreiben und Bloggen entwickeln. Wir können sollten! es uns so schön wie möglich machen.

Mach dir dein Schreiben angenehm – nur so bleibst du langfristig dran!

Denn was passiert mit Bloggern, die keine Freude am Schreiben haben? Das ist wie eine Spirale: Setzt du dich schon mit einer negativen Einstellung an dein Schreibprojekt, dann wird dir das Schreiben schwer fallen. Zusätzlich wirst du immer wieder Ausreden erfinden, um es nicht wieder tun zu müssen: Da ist dann auf einmal alles andere wichtiger – Stichwort Prokrastination.

Was bedeutet nun entspannt bloggen oder achtsam bloggen? Für mich sind das einfach Beschreibungen dafür, dass wir uns unsere eigenen Schreibroutinen und unseren Schreibprozess ganz genau anschauen. Und darauf aufbauend entwickeln wir Strategien, wie wir uns unser Schreiben und Bloggen angenehm gestalten und zwar unabhängig davon, was andere sagen. Du kannst deinen Blog nur lieben und strategisch aufbauen, wenn du ein gutes Gefühl dabei hast. Und wenn du Sicherheit hast in dem, was du tust. Der erste Schritt hin zu dieser Sicherheit ist ein Bewusstsein und eine Klarheit über deine Ziele.

 

Ziele definieren – aber bitte erreichbare!

Wenn du strategisch bloggen willst, dann hast du dir sicher Ziele gesetzt, die du mit deinem Blog erreichen willst. Du möchtest bestimmte Menschen erreichen, dich selbst als Expertin etablieren, immer frischen Content für deine Social-Media-Kanäle haben? Außerdem möchtest du deine Bekanntheit steigern, in Beziehung und Austausch zu deiner Zielgruppe treten, in deiner Branche als interessanter Kooperationspartner wahrgenommen werden?

Das ist alles schön und gut – aber wie genau willst du das erreichen? Gute Ziele sind messbar, daher solltest du dir genau überlegen, wie du sicherstellst, dass du auch wirklich auf dem richtigen Weg bist, um dein Ziel zu erreichen. Also: Messbar sind Zahlen wie Aufrufe deines Blogs oder aber Fans/Follower auf Facebook. Du kannst aber auch für dich beschließen, dass dir die Interaktionsrate wichtiger ist als die Reichweite. Dann musst du eben vermehrt auf diese Zahlen achten und du hast auch andere Mittel, um hier dein Ziel zu erreichen.

Entspannt bloggen bedeutet, ehrlich zu dir selbst zu sein.

Wichtig ist also: Setz dir erreichbare Ziele und definiere dann, welche Aufgaben du erledigen musst, um sie zu erreichen. Wie viele Beiträge möchtest du schreiben, um deinen Expertenstatus aufzubauen und deine Reichweite zu steigern? Wie lang sollen diese Artikel sein, welche Keywords möchtest du einsetzen und wie genau kannst du daran arbeiten, dass die Verweildauer auf deinem Blog länger wird? Das geht durch gute Artikel, kluge interne Verlinkungen und interessante Calls-to-Action.

Entspannt bloggen bedeutet, ehrlich zu dir selbst zu sein

Wichtig bei diesen ganzen Maßnahmen ist, dass du sie auch wirklich umsetzen kannst. Daher hilft es nichts, irgendwelchen Tipps hinterherzuhecheln. Eher solltest du auf dich und deine ganz eigene Situation schauen. Nimm dir ein Ziel vor und richte deine Aktivitäten zunächst genau darauf aus. Mach nicht zu viel, denn das birgt immer die Gefahr, sich zu verzetteln.

Schau genau hin: Wie viel Zeit hast du wirklich? Wie lange brauchst du, um einen Artikel zu schreiben? Und hier gilt nicht, wie lange du dir Zeit gibst, sondern wie lange du wirklich brauchst. Es gibt Blogger, die schreiben Artikel in unter einer Stunde. Es gibt aber auch die, die drei oder mehr Tage brauchen und vor allem auch deutlich mehr Stunden.

Allgemeingültige Tipps können nur als Idee verstanden werden. Wir schreiben und arbeiten alle unterschiedlich.

Nun kannst du dir natürlich vornehmen, effizienter zu bloggen, um deine Prozesse zu optimieren. Aber das ist ein Prozess. Und solange der noch nicht abgeschlossen bzw. erst einmal angestoßen ist, musst du mit den vollen Zeiten rechnen. Das bedeutet: Wenn du weißt, dass du alles in allem vier Tage brauchst mit jeweils 2 Stunden Arbeitszeit, dann schau genau hin, wie oft du in diesem Tempo wirklich veröffentlichen kannst. Denn du hast auch noch andere Dinge zu tun – das wird immer so sein.

Bleib realistisch: Bevor du dich verbiegst und hetzt, um einmal in der Woche zu veröffentlichen, ändere lieber den Rhythmus. So bleibst du in deiner Energie und vermeidest die Stressfalle, die auch leicht mal in die Schreibblockade führt. Plane dir also ganz bewusst Zeit zum Schreiben ein, mach Schreiben zu einem Termin.

Sei nicht zu streng mit dir!

Wenn du mal von deinem Redaktionsplan abweichst oder einen Artikel auslässt, dann ist das nicht schlimm. Flexibel zu bleiben ist eine Stärke: Lieber bleibst du bei dir und arbeitest halt ein Weilchen Länger an einem Artikel, als dass du dich verbiegst und hinterher mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist. Denn dann erlebst du zwar ein „ich hab´s geschafft – Gefühl“, aber ein richtiges Erfolgserlebnis ist es nicht.

Setz dich nicht unter Druck (es sei denn, du brauchst den Druck, um zu arbeiten). Und wenn du sicher in deinen Schreibroutinen bist, kannst du die Frequenz immer noch erhöhen.

Ziele regelmäßig anpassen

Du hast dir irgendwann mal das Ziel gesetzt, dass du jede Woche zwei Artikel veröffentlichen willst, schaffst es aber nicht einmal, einen zu schreiben? Wenn ein solches Ziel schon zum Dogma geworden ist und du selbst glaubst, das müsse nun auch immer so sein, dann bekommst du schnell Probleme. Das Ergebnis ist Frust – und zwar nicht, weil du es einfach nicht auf die Reihe kriegst, sondern weil das Ziel nicht zu dir und deiner Situation passt.

Daher achte darauf, deine Ziele und Maßnahmen regelmäßig zu prüfen. Nichts ist in Stein gemeißelt und niemand hat gesagt, dass ein Blog nur erfolgreich sein kann, wenn er zweimal wöchentlich veröffentlicht.

 

Deine Motivation: Der Grundstein für entspanntes Bloggen

Neben deinen Schreibroutinen und deinen smarten, erreichbaren Zielen gibt es noch einen weiteren Faktor, der sich auf dein Bloggen auswirkt. Natürlich hängt deine Motivation eng mit deinen Zielen zusammen, aber sie ist es, die dich dazu bringt, dich regelmäßig an deinen Schreibtisch (oder dein Sofa, deinen Küchentisch, ein Café) zu setzen, um Content für deinen Blog zu erstellen.

Und jetzt kannst du natürlich sagen „Meine Motivation ist, den Blog bekannt zu machen“. Wesentlich wirkungsvoller ist es aber, dich zu fragen, was wirklich dahintersteckt. Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang ist sicher, warum du überhaupt mit dem Bloggen angefangen hast. Wenn du dich intensiv damit auseinandersetzen möchtest, nimm gern auch an meiner Blogparade teil, die noch bis Weihnachten 2018 läuft.

Was war es, das dich dazu brachte, einen Blog aufzubauen (und eben keinen YouTube-Channel oder Podcast)? Welche Motive, Gedanken, Wünsche waren dein Antrieb? Und welche Werte haben dich geleitet? Entspannt bloggen kannst du nämlich nur dann, wenn du mit dir im Reinen bist, wenn du Klarheit über dein Wirken und deine Motive hast.

Was möchtest du der Welt geben?

Für mich war es nicht nur meine Liebe zum Schreiben, sondern vor allem meine Neugier und der Drang, das Bloggen wirklich zu verstehen. Und zwar in allen Facetten. Ich wollte schreiben und über meine Themen diskutieren, wollte Menschen kennenlernen und ihre Geschichten hören bzw. lesen. Denn ich glaube ganz fest daran, dass jeder von uns etwas Wichtiges zu erzählen hat. Das ist der Grund dafür, dass ich Menschen dabei unterstütze, die irgendwo schlummernden Geschichten in die Welt zu bringen.

Die Basis dafür ist mein Blog. Meine Homebase, mein Wohnzimmer. Und meine ursprüngliche Motivation ist immer noch da – neben all diesen anderen wie Expertenstatus festigen, Reichweite erhöhen und Co. Mein wichtigster Antrieb sind die Geschichten und die Menschen dahinter. Ich möchte bewegen und bewegt werden. Und wenn ich mir das klar mache, dann weiß ich auch, warum ich mich hinsetze und schreibe.

Wie ist das bei dir? Welche Kräfte treiben dich an? Was waren die besten Erlebnisse, die du mit deinem Blog hattest? Mal dir ein Bild von dieser Motivation und nutze die Kraft, die darin liegt, für deinen Schreibprozess. Und wenn du mal müde bist und irgendwie keinen Bock auf deinen Blog hast (ja, das gibt es und das ist okay so!), dann denk wieder an deine Motivation und deine Ziele.

 

Entspannt bloggen: Visualisieren hilft

Vielleicht hast du schon mal von der Idee eines Vision Boards gehört oder davon, dass es hilft, seine Ziele zu visualisieren. Du weißt sicher, dass Pläne ein anderes Gewicht bekommen, wenn du sie in Worte fasst und am besten auch mit anderen besprichst. All das dient dazu, Ziele und Visionen sichtbar und greifbar zu machen. Du kannst das auch für deinen Blog nutzen.

Leg dir ein Journal an und notiere dort deine Motivation und die Werte, die du im Blog rüberbringen möchtest. Schreibe auch deine Ziele und Maßnahmen auf, vielleicht auch deine Vorbilder oder sonstige Inspirationen. Und immer, wenn du mal den Fokus verloren hast, kannst du dich mit deinem Journal wieder auf deine wesentlichen Ziele und Motivatoren besinnen. Darin liegt sehr viel Kraft – und die brauchst du, wenn du ein langfristiges Projekt wie einen Blog verfolgst.

Denn entspannt bloggen bedeutet auch, sich wirklich auf dieses große Schreibprojekt festzulegen. Es auch dann weiter zu verfolgen, wenn es gerade nicht so leicht von der Hand geht.

Es lohnt sich also, sich mit den Zielen und der Motivation hinter dem Blog auseinanderzusetzen. So lernst du dich besser kennen und weißt genau, was wichtig ist (und was eben nicht). Bleib bei dir und lass dich nicht von Außen beeinflussen. Es ist dein Projekt und du weißt schon, warum es für dich wichtig ist.

Was sind deine Gründe für deinen Blog? Und stärkt es dich ebenso wie mich, wenn du dir dein Warum immer wieder vor Augen führst? Lass uns gern in den Kommentaren darüber diskutieren!

Hier geht es zu den weiteren Teilen der Artikelserie: Teil 2 – besser bloggen durch eine produktive Schreibumgebung

 

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Bild: Public Domain. rawpixel, Pixabay

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