Die 5 häufigsten Fragen beim Bloggen

Du fängst damit an, einen Blog aufzubauen. Beschäftigst dich mit der Technik, mit der Sprache, mit deiner Leserschaft. Du probierst Dinge aus, einige klappen gut, andere nicht. Und trotz aller Recherche und allem Bemühen bleiben oft Fragen bestehen. Einige dieser Fragen erreichen mich immer und immer wieder. Hier findest du die 5 häufigsten Fragen beim Bloggen und meine Antworten darauf.

 

#1 Lohnt sich Bloggen überhaupt?

Diese Frage ist eine meiner Lieblingsfragen, denn es kommen ja immer wieder Zweifel am Content Marketing und Bloggen auf. Da heißt es dann, Bloggen sei viel zu beschwerlich, verbrauche zu viel Zeit, sei nicht mehr zeitgemäß. Und dann wird da propagiert, dass man ohne Website und ohne Blog super schnell reich werden kann. Man brauche nur eine Strategie für Werbung und einen anständigen Sales-Funnel und schon fliegen einem die Kunden zu und man verdient sich eine goldene Nase. Eines stimmt: Mit einer Website und einem Blog wirst du nicht über Nacht berühmt. Im Gegenteil: Es ist ein langfristiges Projekt. Aber es hat trotz allem einige wichtige Vorteile.

Bloggen macht dich unabhängig

Erst vor kurzem war der Aufschrei groß, als Mark Zuckerberg verkündete, die organische Reichweite von Facebook-Fanpages extrem zu drosseln. Ja, sicher ein großer Aufschrei unter denen, die ausschließlich auf Facebook gesetzt haben (und dann auch noch ohne Budget für FB-Werbeanzeigen). Ich habe mir die Diskussionen angesehen und war entspannt. Ja, natürlich müssen wir alle auf neue Umstände reagieren. Und ja, es ist mehr Arbeit, denn wir müssen neue Strategien ausprobieren. Dennoch: Meine Inhalte stehen unabhängig von Facebook. Und ich kann sie verbreiten, wo ich will, denn sie funktionieren unabhängig von Social Media und Werbeanzeigen. Eine eigene Website mit vielen relevanten Inhalten kann dich daher entspannt in die Zukunft schauen lassen. Dein Expertenstatus wird immer sicherer, je länger du deinen Blog führst.

Du bestimmst die Spielregeln

Facebook hat mal wieder die Bildgrößen geändert, Pinterest auch. Twitter will nur 140 (jetzt 280) Zeichen, Instagram braucht Hashtags. Also: Anpassen, ändern, nachbessern. Auf deinem Blog bestimmst du selbst die Regeln. Hier ein langer Artikel, da ein kurzer. Da ein Bild und dort ein Zitat, daneben eine Infografik. Du bestimmst das Layout, die Schriftart und das Drumherum. Das ist nicht zu unterschätzen und daher ein großer Vorteil von einer eigenen Website gegenüber Content nur auf Social Media.

Dein Content ist länger verfügbar

Ja, ich weiß – dein Content ist auf Facebook und Co. auch länger als 24 Stunden verfügbar. Aber mal ganz ehrlich: Wer scrollt denn deine Fanpage bis zum Ende, um dort vergrabene Schätze zu finden? Eben. Suchmaschinen finden aber auch deine älteren Blogartikel noch und lenken Interessenten dort hin. Dein Content ist nicht so schnell vergessen, sondern kann wiederverwendet werden (sofern du ein Thema bedienst, das länger aktuell ist. Schreiben zum Beispiel bleibt aktuell – Evergreen-Content).

Dies sind nur drei von vielen Gründen, warum sich ein Blog lohnt. Es ist ein langfristiges Projekt und braucht ein bisschen, bis sich die Erfolge einstellen. Aber dann ist der Effekt so gut, dass man ihn nicht mehr missen will.

 

#2 Wie oft muss ich veröffentlichen?

Diese Liste der häufigsten Fragen beim Bloggen ist übrigens kein Ranking – alle kommen häufig vor. Diese Frage ist schon etwas kniffliger und sie kann nicht pauschal beantwortet werden. Letzten Endes kommt es darauf an, wie viel Zeit du hast. Wenn du ein Fulltime-Blogger bist, dann solltest du natürlich schon oft neuen Content veröffentlichen. Aber es gibt ja auch viele, die einen Business Blog führen und damit neben dem Bloggen noch Kundenaufträge, Marketing- und Netzwerk-Aktivitäten, Herstellung von Produkten und so weiter bearbeiten müssen. Die haben häufig das Problem, dass das Bloggen einen zu niedrigen Stellenwert hat und immer als erstes von der To-do-Liste gestrichen wird.

Dennoch: Du kannst nur so oft veröffentlichen, wie du Zeit zum Schreiben findest. Daher schau ganz genau, wie viel Zeit du wirklich (wirklich!) dafür aufbringen kannst und willst. Grundsätzlich ist ein Artikel im Monat ein guter Wert, den du auf jeden Fall einhalten solltest. Einer alle zwei Wochen ist natürlich besser. Und wenn du es schaffst, jede Woche zu veröffentlichen, dann ist das super! Was aber wichtig ist: Wenn es mal nicht klappt, dann wird es niemand merken! Dann hast du halt mal eine Woche nicht gebloggt – na und? Außer dir wird es keiner wissen, denn niemand stalkt dich und prüft deine Veröffentlichungen. Du teilst einfach einen deiner älteren Artikel über die sozialen Medien. Es muss machbar sein – das ist die oberste Prämisse. Lieber einen Artikel weniger, als vier mittelmäßige.

 

#3 Wie schaffe ich es, regelmäßig zu veröffentlichen?

Diese Frage hat sich vermutlich jeder Blogger schon mal gestellt. Du hast sicher auch schon aus vielen Richtungen gehört, dass du mindestens wöchentlich veröffentlichen musst, um Erfolg zu haben. Natürlich ist ein Artikel pro Woche super und Google freut sich und du freust dich auch. Immerhin kommst du im besten Fall über all deine Themen auch mit deiner Zielgruppe ins Gespräch, sammelst dadurch Feedback und neue Ideen. Aber: Es nützt ja nichts, wenn du dich Woche für Woche quälst, um deinen Artikel zu schreiben.

Was also kannst du tun? In erster Linie kannst du ganz genau hinschauen. Ist „ein Artikel pro Woche“ überhaupt ein gutes Ziel für dich? Oder wäre „ein Artikel pro im Monat“ nicht viel besser und machbarer für dich? Dein Ziel sollte in erster Linie realistisch sein. Setze es so, dass du es auch wirklich schaffen kannst und nicht Woche für Woche wieder scheiterst. Denn dann wird deine Motivation erst recht in den Keller gehen. Wie viel Zeit brauchst du wirklich, um einen Artikel zu schreiben und wie viel Zeit hast du wirklich dafür? Plane dir die Schreibzeit ein, damit das Bloggen nicht (wieder) aus dem Blick gerät. Ich habe in einem anderen Artikel bereits 5 Tipps, um regelmäßig zu Bloggen zusammengefasst.

 

#4 Muss ich immer 1000 Wörter schreiben?

Auch dieses Gerücht geistert so durch die Welt und verunsichert die Blogger – besonders die Anfänger unter ihnen. Ja, lange Artikel sind oft erfolgreicher, werden mehr geteilt. Alles ab 3000 Wörtern ist super, mindestens 1000 sollten es schon sein. Was dabei gerne übersehen wird: Nur weil ein Artikel kurz ist, heißt das noch lange nicht, dass er nicht gelesen wird. Im Gegenteil: Je nach Thema reichen 500 Wörter und alles ist gesagt. Eine sehr präzise Frage lässt sich auch mit 300 Wörtern beantworten. Und wenn alles gesagt ist, ist eben Ende.

Versuche, dich nicht verrückt machen zu lassen. Wechsle kurze und lange Artikel ab. Du kannst einen großen und umfassenden Artikel mit mehreren tausend Wörtern schreiben und dann gezielt einzelne Fragen daraus zu kurzen Artikeln machen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn du gerade nicht viel Zeit zum Schreiben hast. So hast du spannende und relevante Inhalte und deine Leser können sich aussuchen, welcher Artikel gerade für sie relevant ist. Indem du zwischen den Beiträgen verlinkst, tust du zusätzlich noch etwas für deine Suchmaschinenoptimierung.

 

Wie wächst mein Blog?

Dein Blog wächst, indem du dabei bleibst. Indem du regelmäßig neue Beiträge erstellst und diese unter denjenigen Menschen verbreitest, die deinen Content brauchen. Wichtig ist, dass du darauf achtest, deine Beiträge dort zu teilen, wo deine Zielgruppe ist. Wenn du deinen Content einfach blind überall teilst, dann verschwendest du Zeit und Ressourcen. Du brauchst nicht tausende Irgendwelche-Follower, sondern du brauchst die richtigen Follower. Wenn du über Low Carb schreibst, dann teilst du deinen Content mit Leuten, die genau dieses Thema brauchen. Wenn du über das Schreiben schreibst, dann brauchst du Leute, die gerne schreiben. Und wenn du über Facebook-Marketing schreibst, dann brauchst du Leser, die genau dieses Thema interessiert und die deine Tipps brauchen.

Daher versuche, deine Zielgruppe so genau wie möglich einzugrenzen. Versuche, sie zu durchdringen. Wenn du deine Persona erstellst, dann mach es genau. Frage dich, wo diese Person lebt und mit wem. Frage dich, wann sie morgens aufsteht und wann sie zum ersten Mal am Tag an ihre Grenzen stößt. Überlege dir, wovon sie träumt. Und auch, wofür genau sie deine Tipps braucht und in welcher Situation. Nur wenn du deine Persona ganz genau kennst, kannst du den Content erstellen, den sie braucht. Du kannst sie exakt so ansprechen, wie sie es braucht und wie es ihr angenehm ist. Wenn du deine Zielgruppe sehr gut kennst, bist du weniger unsicher was deinen Content angeht.

 

Nur die häufigsten Fragen beim Bloggen? Da sind doch noch mehr…

Das stimmt, es gibt noch so viel mehr Fragen rund um das Bloggen. Aber diese sind die Fragen, die mir am häufigsten begegnen und die immer wieder auftauchen. Vielleicht schreibe ich dazu noch eine Fortsetzung, aber an dieser Stelle soll es dabei bleiben. Wichtig ist, dass du dich nicht verunsichern lässt von all diesen „du musst dies, du sollst das“-Sätzen. Es gibt kein Patentrezept, sondern nur Hinweise und Erfahrungen. Aus diesen kannst du dir genau die Hinweise zusammen sammeln, die du brauchst. Die gut für dich funktionieren. Reflektiere ab und zu, was du tust und getan hast. Und vertrau auf dich: Du machst das schon!

Fallen dir noch weitere Standard-Fragen zum Thema Bloggen ein? Welche stellst du dir und welche Tipps hältst du für wichtig? Schreibe mir einen Kommentar, wenn du eine Fortsetzung brauchst 🙂

 

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Blogger werden mit vielen Tipps konfrontiert, aber was stimmt wirklich? Die 5 häufigsten Fragen beim Bloggen.

Ein Gedanke zu „Die 5 häufigsten Fragen beim Bloggen

  1. Hallo, liebe Anna 🙂

    Meine Überlegung, weshalb ich mit dem bloggen begann, ist, dass ich nirgends so günstig Werbung für meine Produkte machen kann. Das Hosting kostet mir deshalb nicht mehr, also der Platz ist vorhanden. Ich kann meine Produkte so ausführlich präsentieren und umschreiben, wie ich es für richtig halte. Und ausserdem kann man auf allen Werbematerialien (Briefpapier, Visitenkarten, etc.) auch die Blogadresse veröffentlichen.

    Ich freue mich riesig, dass ich endlich den Schritt gegangen bin. So kann ich mich entfalten, wie es meiner Marke gut tut.

    Herzliche Grüsse,
    Cornelia
    https://blog.freistilkunst-cfischer.ch/

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