Liebster Award: Gar nicht so einfach…

Es ist schon wieder ein paar Donnerstage her, da wurde ich von der tollen Verena Hayn von Mama Meditation für den Liebster Award nominiert. Danke Verena! Der Liebster Award ist eine Art Kettenbrief, bei dem es darum geht, andere Blogs zu unterstützen und weiter zu empfehlen. (Netter Nebeneffekt: Backlinks.) Jeder Nominierte schreibt einen Blogartikel und nominiert dann wiederum 3-11 andere Blogs. Inhalt der Blogartikel sind Fragen, die man von dem Blogger gestellt bekommt, der einen für den Liebster Award nominiert hat. In meinem Fall also die Fragen von Verena. Und ich kann jetzt sagen: So sehr ich mich über die Nominierung gefreut habe – es war gar nicht so leicht wie ich anfangs dachte. Aber lies selbst:

 

#1 Was hast du der Welt zu geben?

Wow, die Knaller-Frage gleich zu Beginn. Ich musste erst einmal in mich gehen, um darauf eine gute Antwort zu finden. Aber die Antwort ist natürlich eng an mein Ziel geknüpft, andere Menschen zum schreiben zu bringen. Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um eine ganz besondere Ausdrucksform für ihre Geschichten zu finden. Und zu nutzen. Sprache ist so ein mächtiges Werkzeug, das merke ich auch immer wieder in meinem Studium. Dabei ist der Begriff „Kommunikation“ so sperrig. Für mich bedeutet er nichts anderes, als mit Sprache (in allen Formen natürlich) zu erreichen, dass andere verstehen. Dass das, was man sagen möchte, beim Gegenüber ankommt. Die eigene Botschaft, Meinung und Geschichte.

Beim Bloggen bedeutet das, die Spielregeln im Web zu kennen und über den eigenen Schatten zu springen. Denn bloggen ist immer auch ein Stück Selbstoffenbarung. Es ist ein Schritt in die Öffentlichkeit. Und genau dabei möchte ich die Menschen begleiten. Ich möchte mit jedem einzelnen die passenden Strategien, Worte und Ausdrucksweisen erarbeiten, die er oder sie braucht, um seine Geschichten in die Welt zu tragen. Ich möchte dass all die, die etwas zu sagen haben, das nötige Rüstzeug an die Hand bekommen, um das auch zu tun. Um das jeweilige Thema, die Meinung oder Sichtweise zu kommunizieren. Im Blog. Und das mit Freude und Spaß und Überzeugung.

 

#2 Was begeistert dich an deinem Blog/Business?

Die Entwicklung. Sowohl im Blog als auch im Business. Als ich mein Gewerbe anmeldete, hatte ich keinen blassen Schimmer wo das wohl enden würde. Heute bin ich froh über all die Schritte, die ich schon gemacht habe. Und über die Richtung, die ich eingeschlagen habe. Ich liebe es, Dinge auszuprobieren. Und ich bin begeistert, welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn man offen und neugierig bleibt. Und am allermeisten freue ich mich, dass man meine Entwicklung im Blog sehen kann. Ich finde das großartig, denn das ist Ausdruck von Lernen, von Mut, von Erkenntnis und auch von meiner ganz persönlichen Art, mit Sprache, Journalismus, Meinung und Öffentlichkeit umzugehen.

 

#3 Was würdest du gerne leichter nehmen in deinem Leben?

Ich bin oftmals ungeduldig, wenn ein Ergebnis oder eine Aufgabe zu lange auf sich warten lässt. Ich muss immer wieder neu lernen, dass die Dinge Zeit brauchen. Und auch, dass meine Zeit begrenzt ist. Ich muss mich öfter daran erinnern, dass ich nicht zu streng mit mir sein sollte. Dass der Gedanke „Wäre ich doch schon mit dem Studium fertig, dann wäre ich schon viel weiter mit meinem Business“ einfach nicht zielführend ist. Ich würde es gern leichter nehmen, dass meine Situation eben ist wie sie ist. Denn wie sagte mein Junior noch heute Morgen zu mir: „Mama, uns geht es doch gut, oder?“ – Manchmal sollten wir ein bisschen mehr wie Dreijährige denken 🙂

 

#4 Was ist das Wertvollste, das dir deine Mutter beigebracht hat?

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, wem ich dafür danken muss – meiner Mutter, meinem Vater, meinen Brüdern, meinen Großeltern oder all den anderen tollen Menschen, denen ich in meinem Leben schon begegnet bin. Aber was für mich elementar ist, ist der Ratschlag, dass man nie aufhören sollte, neugierig zu sein. Dass man offen sein sollte und unvoreingenommen, so gut es eben geht. Wie wichtig es ist, mutig und selbstbewusst seine Meinung und seine Interessen zu vertreten. Dass es so viel zu entdecken gibt und so viel zu lernen da draußen. Und dass man Dinge schaffen kann, wenn man nur beharrlich und ernsthaft daran arbeitet. Mit dieser Grundeinstellung kann das leben nicht grundsätzlich schief gehen. Daher bin ich für diese Learnings sehr, sehr dankbar.

 

#5 Wofür bist du dankbar in deinem Leben?

Für alles mögliche. Ich finde, dass wir in unserer hektischen und schnellen Welt viel zu oft übersehen, wenn etwas tolles passiert. Wenn jemand aufmerksam und freundlich zu uns ist. Wenn jemand in einer blöden Situation eine Hand nach dir ausstreckt. Das kann ein Lächeln oder bloß Aufmerksamkeit sein, eine nette Geste oder ein aufmunterndes Wort. Oder es ist die Tatsache, dass man mit seinem eigenen Handeln etwas bewegen kann und dass man andere dazu ermutigt, das auch zu tun. Es ist einfach, dankbar zu sein. Man muss nur offen dafür sein und genau hinschauen.

 

#6 Was hast du von deinem eigenen oder einem anderen Kind lernen dürfen?

Ich lerne jeden Tag dazu, aber was ich am bemerkenswertesten finde, ist die Auffassung von Zeit. Mein Sohn lehrt mich immer wieder aufs Neue, dass Pläne nicht wirklich wichtig sind. Dass vielmehr das zählt, was wir jetzt gerade tun. Und dass wir das mit voller Konzentration und mit Herzblut tun sollten. Denn ohne Fokus kann man nicht spielen. Und wer sich ständig von anderen Dingen ablenken lässt, hat nicht so viel Spaß im Leben. Wenn ich manchmal sehe, wie Junior voll und ganz in seiner Beschäftigung aufgeht, wie er fokussiert und konzentriert malt, spielt, bastelt oder Dinge begutachtet, dann weiß ich, was ich für meine Arbeit brauche.

 

#7 Wie würde man dich in 100 Jahren zitieren?

Das hier ist echt ne harte Nuss, aber ich hoffe, dass man sich an die Neugier und Abenteuerlust (nicht nur, aber besonders im Bereich schreiben) erinnert.

Tu es einfach! Probier es aus. Und wenn es nicht klappt, dann kannst du es immer noch was anders machen.

 

#8 Was tust du am Liebsten für dich, um zu entspannen?

Ich bin ein Mensch, der sehr gut nichts tun kann. Ich komme sehr gut mit mir und meinen Gedanken aus. Daher schaffe ich es ohne Probleme, mal einfach nur aus dem Fenster zu schauen. Natürlich liebe ich auch alle Aktivitäten rund um mein Medium. Egal ob schreiben oder lesen, Wortwelten sind immer eine Reise wert. Außerdem habe ich den Wert des Spazierengehens für mich entdeckt. Hält fit, macht gesund, macht kreativ!

 

#9 Gibt es ein Buch, einen Film oder eine Person, die dein Leben verändert hat?

Ich denke, dass fast jedes Buch das Leben verändern kann. Es kommt darauf an, wie man es liest. Ich bin kein spiritueller Typ, aber ich bin aufmerksam. Daher nehme ich sogar aus Romanen immer wieder Denkanstöße und Ideen mit, die vielleicht nicht DIE EINE Kehrtwende im Leben ausmachen. In der Summe aber tragen sie eben dazu bei, dass ich mich weiter entwickle. Und das ist das Entscheidende.

Als ich mich selbstständig machte, schenkte mir ein Freund und auch mein erster Auftraggeber ein Buch: „Think Content!“ von Miriam Löffler. Das war für mich der Anstoß, mein Business in Richtung Content Marketing und Business Blogging auszurichten. Es ist zwar schon 2014 erschienen und damit kein „brandnew sh*t“ mehr, aber es ist eine Einführung und Anleitung für alle, die mehr wollen in Sachen Content. Die Mechanismen verstehen und zielgerichtet vorgehen wollen. Es steht immer gut sichtbar in meinem Regal und zeigt mir, wie gut es ist, neue Wege zu gehen.

 

#10 Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre das?

(Welt-)politisch, ökologisch, global… Da ploppen bei mir viele, viele Themen auf. Themen, die definitiv einen Wunsch wert wären. Hier auf diesem Blog haben sie aber nichts zu suchen; sie tauchen öfter mal beim Kaffee oder Bier mit lieben Freunden auf. Große Wünsche habe ich eigentlich keine. Ich arbeite in meinem Rahmen langsam aber konstant an meiner Zukunft. Das fühlt sich gut und richtig an.

Für mich und mein Business wünsche ich mir, dass ich es in Zukunft besser schaffe, Arbeit und Privates zu trennen. Meine Lebensbereiche vermischen sich oftmals so stark, dass ich sehr viel Energie verwende, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Ich arbeite daran, dass ich unabhängiger werde und freier, um meine Freizeit auch wirklich frei zu verbringen. Und ein Wunsch, der mir konkret dabei helfen wird, sind meine eigenen Büroräume. Diesen Wunsch erfülle ich mir – spätestens zum Ende meines Studiums 🙂

 

#11 Wenn du alle Zeit und alles Geld dieser Welt hättest, was wäre „dein“ Traumprojekt, das du verwirklichen möchtest?

Noch so eine Knaller-Frage. Damit ist der „Knaller-Rahmen“ für diesen Fragebogen gesetzt. Mein Ziel ist es anderen die Möglichkeit zu geben, ihre Geschichten zu erzählen. Weil ich fest daran glaube, dass jede einzelne Geschichte und jede einzelne Idee es wert ist, gehört oder gelesen zu werden.

Vielleicht würde ich eine Art Geschichten-Hotel betreiben. Ein Haus am Meer (oder in den Bergen oder irgendwo, wo es schön ist), in das Menschen kommen können um zu schreiben, zu lesen und zu erzählen. In dem sie das nötige Rüstzeug, Equipment und die Unterstützung bekommen, um ihr jeweiliges Projekt umzusetzen. Das zumindest käme meiner Leidenschaft für Geschichten und auch für Gastronomie entgegen. Ein Ort, an dem Menschen kreativ sein können. An dem sie ins Denken kommen. Und ins Erzählen. An dem man ständig im Austausch ist. Und vielleicht ergeben sich daraus dann neue Wege, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

Und jetzt zu meinen Empfehlungen:

Mit den Antworten habe ich jetzt also meinen Teil geleistet und darf nun meinerseits Blogs empfehlen. Ich nominiere:

Alexandra Cordes-Guth Coaching und Seminare für dein Selbstbewusstsein
Anja Herting von Anja Herting Online Marketing
Petra Lehner Erfolg mit Gehirn und Herz
Martina Honecker entspannt online durchstarten
Sandra Mareike Lang von Der Lerncoaching-Podcast

Ob ihr mitmachen wollt ist völlig euch überlassen. Wenn nicht, könnt ihr meinen Aufruf einfach ignorieren. Eine Zeitvorgabe gibt es auch nicht. Schreib deine Antworten einfach in Form eines Artikels auf deinen Blog bzw. mach eine Podcast-Folge daraus:

  1. Was war das Beste, das du (für dein Business) in 2017 getan/erreicht/erlebt hast?
  2. Wie schaffst du es, an Projekten dranzubleiben und dich dauerhaft zu motivieren?
  3. Wenn du ein Buch schreiben würdest, welches Format hätte es und warum? (Sachbuch/ Roman/ Gedichtband …)
  4. Was bedeutet dein Blog/Podcast/Business für dich?
  5. Welcher ist dein (bislang) wichtigster Tipp für deine Leser-/ Hörerschaft?
  6. Welches Buch sollte jede/r Selbstständige gelesen haben und warum?
  7. Womit belohnst du dich für ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt?
  8. Stell dir vor, du könntest einen bestimmten Zeitraum im Jahr an einem beliebigen Ort deiner Wahl leben. Welcher wäre das und warum?
  9. Warum sollte jeder Mensch ein „Herzprojekt“ haben? (Ich glaube ganz fest, dass ihr wie ich dieser Meinung seid – aber wenn nicht, könnt ihr natürlich auch dagegen argumentieren! Will hier ja niemandem meine Meinung aufdrücken.)
  10. Welcher war dein bislang größter Fehler in deinem Business und welchen Rat gibst du deinen Lesern, damit sie ihn vermeiden?
  11. Mit welcher (berühmten) Persönlichkeit – lebendig oder tot – würdest du gerne mal zu Abend essen und warum?

 

Die Spielregeln kompakt:

  • Danke der Person, die dich für den „Liebster Award“ nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. Entweder in deinem Blogartikel, Podcast, einem Interview…. (wenn du die Fragen im Interview beantwortest, schreibe noch einen eigenen Blogartikel für den „Liebster Award“).
  • Empfehle 3 bis 11 Blogger oder Podcaster für den „Liebster Award“.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger / Podcaster zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum „Liebster Award“, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  • Das Logo kannst du dir hier speichern und benutzen:

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